interviewAndrea Kaufmann(Vizepräsidentin Vorarlberger Gemeindeverband)

Wie nimmt der Vorarl­berger Gemeindeverband die Situation rund um die Grundstückspreise im Ländle wahr?

Wir nehmen natürlich wie alle anderen wahr, dass die Grundstückspreise im Land kontinuierlich sehr stark steigen. Wir registrieren diese Entwicklung mit Sorge.

Werden in den Gemeinden spezielle Grundstücke im Sinne „Leistbaren Wohnens“ speziell berücksichtigt bzw. freigehalten?

In vielen Vorarlberger Gemeinden ist es bereits gang und gäbe, dass gemeinnützigen Wohnbauträgern für „Leistbares Wohnen“ Grundstücke günstig zur Verfügung gestellt werden. Das bewirkt, dass geringere Kosten auf die Miete umgelegt werden müssen. Die Wohnungen können so günstiger angeboten werden.

Welche nennenswerten Projekte gibt es in Sachen „Leistbares Wohnen“ bereits im Ländle?

Ein ganz klassisches Beispiel für ein derartiges Projekt ist das „Wohnen 500“. Entsprechende Objekte oder Bauvorhaben gibt es schon in vielen Gemeinden des Landes.

Welche Möglichkeiten gibt es Ihrer Ansicht nach, die Situation zu entschärfen? Wo sehen Sie
Probleme?

Um der Entwicklung der Grundstückspreise entgegenzuwirken, müssen die Grundstücke intensiver genutzt werden. Das bedeutet größere Bebauungsdichten und Baunutzungszahlen. Die Gemeinden sind natürlich angehalten, das auch zuzulassen, stehen in diesem Bereich aber auch in einem stetigen Spannungsverhältnis. Es gibt bereits einige Beispiele, wo entsprechende Lösungsversuche von Bürger-initiativen unterlaufen wurden. Das macht die Situation natürlich schwierig.

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