Dann eben Party in der Schweiz?

Seit Ende September heißt es nun in Vorarlberg, sowie auch in weiteren Bundesländern Österreichs, ab 22 Uhr „Zapfenstreich“. Während Barbesitzer in Vorarlberg schwer mit dieser neuen Verordnung zu kämpfen haben und Clubbesitzer teilweise nicht einmal mehr öffnen, geht die Party in unseren Nachbarländern Schweiz und Liechtenstein munter weiter. Obwohl die Covid-19-Ampel bei uns im Vorarlberger Risikogebiet bereits Orange aufleuchtet, sind die Grenzen für ein Partywochenende in der Schweiz und in Liechtenstein weit für uns Vorarlberger geöffnet.

„Es ist eine Verlagerung des Problems!“

Warum auch sollte die Vorarlberger Bevölkerung mit illegalen Partys und Versammlungen eine Geldstrafe riskieren, wenn die Grenze zum unbeschränkten Nachtleben nur einen Katzensprung entfernt ist? Selbst Eventmanager und Eventmanagerinnen aus Vorarlberg nutzen diese Möglichkeit bereits, um weiterhin ihren Lebensunterhalt zu sichern und ihr Metier auszuüben. Die Frage ist nur, wie lange unsere Regierung noch tatenlos dabei zusehen wird, denn die Sperrstundenverordnung war sicherlich nicht als Support für Schweizer Clubbesitzer gedacht. Bis jetzt jedenfalls können die Vorarlberger weiterhin ungehindert das Schweizer Clubleben genießen. W&W hat verschiedene Schweizer Clubbesitzer um ein Statement zu dieser Thematik gebeten, jedoch ohne sonderlich großen Erfolg. Nachtclub „Trischli“ in St. Gallen wollte unsere Anfrage jedenfalls mit keinem Wort kommentieren und beantwortete unsere Fragen kurz und bündig mit der Aussage: „Wir äußern uns grundsätzlich nie gegenüber Medien zum Thema Corona.“ Benjamin Dür, der seine Kinky-Partys nun anstatt bei uns im Club Sender in besagtem Club veranstaltet, meinte noch: „Das eigentliche Problem verschwindet mit den aktuellen Regelungen nicht, sondern verlagert sich stattdessen in den privaten und grenzüberschreitenden Raum, wodurch die Situation noch unkontrollierbarer wird. Für die Existenzgrundlage der Branche bleibt ein großes Fragezeichen und ich bin sehr gespannt darauf, wie die Situation in den nächsten Monaten gehandhabt werden wird.“