Stimme der Jugendlichen

Die ganze Broschüre mit den Ergebnissen gibt es unter www.koje.at.  Fotos: handout/Dietrich

Die ganze Broschüre mit den Ergebnissen gibt es unter www.koje.at. Fotos: handout/Dietrich

GF Thomas Dietrich über die Ergebnisse der Koje-Umfrage zum Thema „Jugend und Corona“.




Wie nehmen junge Vorarlberger die derzeitige Situation rund um die Corona-Pandemie auf? Diese Frage stellte sich auch das Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit („Koje“) und Entwicklung. Mit den Ergebnissen einer im November an 1.500 jungen Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren durchgeführten Umfrage, wollen Thomas Dietrich und sein Team die derzeitige Situation für die Vorarlberger Jugend aufzeigen. „Die Beteiligung und vielen Antworten veranschaulichen, dass Jugendliche sehr engagiert sind und sich vielfältige und tiefgehende Gedanken machen. Es zeigt sich für mich auch klar, dass wir jungen Menschen zu Recht Vertrauen schenken dürfen“, freut sich der Geschäftsführer.

Ergebnisse der Umfrage
im Überblick

Doch welches sind die größten Sorgen der Jugend in Zeiten von Corona? „Die Hauptanliegen der jungen Menschen sind ihre Ausbildung und ihre Sozialkontakte. Sie machen sich aber auch viele Gedanken zu gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemen und nicht zuletzt über die Corona-Pandemie selbst: Wie lange geht es noch? Was kommt da noch auf uns zu?“ Die Jugendlichen fordern, in gesellschaftliche Prozesse eingebunden zu werden – auch in Krisenzeiten. Das verdeutlicht auch ein Blick in die von der Koje zum Thema veröffentlichten Broschüre, in der die Antworten der Jugendlichen nachzulesen sind: „Hoffentlich ist diese Umfrage nicht nur ein sinnloses Datensammeln, sondern eine Chance für die Jugend!“ Um dem Hilfeschrei der Jugendlichen nachzukommen, bedarf es laut Dietrich besonderen „Fokus auf die nächste(n) Generation(en)! Es braucht gute Angebote in der Jugendarbeit. Außerdem müssen junge Menschen bei Entscheidungen eingebunden und berücksichtigt werden. Ressourcen in die Jugend zu geben, ist eine sehr lohnende Investition!“ Dabei hat sich die Arbeit mit Jugendlichen in Zeiten von Corona stark verändert. Der Koje-Geschäftsführer beschreibt diesen Wandel als „Innovationsturbo, denn es war und ist eine große Herausforderung trotz physischer Distanz in enger Verbindung zu bleiben. Da sind viele digitale Angebote entstanden und es wurden kreative Möglichkeiten gefunden, um sich – vor allem im Freien – sicher begegnen zu können.“

Ergebnisse



Psyche: Einige der klassischen depressiven Symptome betreffen derzeit ein Drittel der Vorarlberger Jugend häufig oder sehr häufig. Zukunftsvorstellungen bei volljährigen Teilnehmern besonders düster. Ergebnisse nach Geschlecht und Altersgruppe zeigen, dass Mädchen und Frauen im Alter von 16 bis 25 Jahren am meisten unter der Situation leiden.

Fitness: Corona wirkt sich negativ auf die körperliche Fitness der Befragten aus.

Beziehungen: Speziell Beziehungen zu Freunden haben sich durch die Pandemie verschlechtert. Ein Viertel der Befragten schildert jedoch ein verbessertes Verhältnis zur eigenen Familie.

Treffpunkte: Der öffentliche Raum spielt für die Jugend eine wichtige
Rolle, um soziale Kontakte zu pflegen.

Maßnahmen: Über die Hälfte der Jugendlichen findet die Maßnahmen der Regierung (Hygiene, Abstand,
Maske und Feierverbote) für sinnvoll.

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