Willkommen im Club

Die App Clubhouse stürmte zuletzt die Download-Charts des App Stores. WANN & WO erklärt, was es mit dem Hype um die neue – iOS-exklusive – Social Media App auf sich hat.

Clubhouse ist eine Audio-App, bei der die Anwender Gesprächen wie bei einem Live-Podcast zuhören oder sich aktiv an Diskussionen beteiligen können. Im Gegensatz zu Netzwerken wie Twitter kann man Beiträge nicht schriftlich kommentieren oder „Likes“ vergeben.

Nur per Einladung

Zum Marketing-Konzept der Clubhouse-Macher gehört eine künstliche Verknappung. So sind alle Nutzerinnen und Nutzer eines Android-Smartphones außen vor. Die App wird bislang nur für iOS angeboten. Doch auch die meisten iPhone-Besitzer, die Clubhouse installiert haben, müssen noch warten, um die App überhaupt nutzen zu können. Sie benötigen eine Einladung von einem aktiven Clubhouse-Anwender.

Datenschutz, was ist das?

Für die virale Verbreitung setzt Clubhouse auf eine umstrittene Methode, die bereits Grundlage des rasanten Wachstums von WhatsApp war. Nachdem man die App installiert und die Einladung aktiviert hat, verlangt die App Zugriff auf sämtliche Einträge im Kontakte-Adressbuch des verwendeten iPhones. Diese Praxis wurde bei WhatsApp von Datenschützern in Europa heftig kritisiert, weil die Anwender eigentlich zuvor jeden einzelnen Kontakt um Erlaubnis fragen müssten, bevor die persönlichen Daten auf Server in den USA übertragen werden.

1oo Mio. US-Dollar (rund 82,78 Millionen Euro) war Alpha Exploration Co., das Start-up hinter der App Clubhouse, im vergangenen Mai bereits wert – bei gerade einmal 1500 Usern.

600.000 Nutzer verzeichnete Clubhouse laut New York Times zum Jahreswechsel – ­Userzahlen weiterhin stark steigend.

50 Euro und mehr wurden auf eBay bereits für Einladungen in die App verlangt.