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„Geistige Haltung aus finstersten Zeiten“

Dass im Jahr 2021 im Vatikan die Position bezogen wird, Homosexuelle nicht zu segnen, zeigt nur, wie rückständig und urkonservativ manche Teile der römisch-katholischen Kirche noch immer sind. Dabei ist es alles andere als ein Geheimnis, dass Homosexualität auch in der Kirche weit verbreitet ist. Für die alten Herren in Rom darf offenbar aber nicht sein, was ist. Im Ländle regt sich lobenswerterweise Widerstand – sowohl seitens der Kirche als auch der Zivilgesellschaft. Allerdings zeigen die Zwischenfälle in Hard und Feldkirch, dass es auch gesellschaftlich noch viel zu tun gibt. Denn wer meint, Regenbogenfahnen – Symbole der Toleranz und des friedlichen Miteinanders – stehlen oder gar anzünden zu müssen, vertritt eine geistige Haltung, die an finsterste Momente unserer Geschichte erinnert. Gerade in diesen, für uns alle schwierigen Zeiten, sollte es aber das Ziel sein, als Gesellschaft zusammenzuwachsen. #KeinPlatzfürHass

Harald Küng,
Stv. Chefredakteur

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