Stimmen – aus Kirche und LGBTIQ-Community


              „Aus der Geschichte nichts gelernt“
            Roland Trentinaglia, Pfarrer, Hörbranz: „Die Vorfälle in Altenstadt und Hard sind sehr bedauerlich. Das mag auch im rechtsradikalen Denken mancher Zeitgenossen liegen. Wir glaubten, wir hätten derartige Dinge überwunden und aus der leidvollen Geschichte des Nationalsozialismus gelernt. Das scheint hier aber nicht der Fall zu sein. Toleranz, das gelebte Miteinander in Glaube, Hoffnung, Liebe und Solidarität, die Würde jedes einzelnen Menschen sind Lebensgrundlagen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und natürlich in der Kirche.“

„Aus der Geschichte nichts gelernt“

Roland Trentinaglia, Pfarrer, Hörbranz: „Die Vorfälle in Altenstadt und Hard sind sehr bedauerlich. Das mag auch im rechtsradikalen Denken mancher Zeitgenossen liegen. Wir glaubten, wir hätten derartige Dinge überwunden und aus der leidvollen Geschichte des Nationalsozialismus gelernt. Das scheint hier aber nicht der Fall zu sein. Toleranz, das gelebte Miteinander in Glaube, Hoffnung, Liebe und Solidarität, die Würde jedes einzelnen Menschen sind Lebensgrundlagen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und natürlich in der Kirche.“

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              „Gott ist Liebe – das wollen wir leben“
            </p><p>Corinna Peter, Junge Kirche Vorarlberg: „Wir setzen uns für ein offenes, friedliches Miteinander ein. ,Gott ist Liebe‘ steht in der Bibel – das wollen wir leben. Gewalt ist keine Lösung. Nächste Woche feiern wir Ostern. Jesus wurde verhaftet und gekreuzigt, hielt aber bis zuletzt an seiner Botschaft ,Liebe deinen Nächsten wie dich selbst‘ fest. Ich hoffe, dass wir durch offenes Aufeinanderzugehen künftig nicht mehr über Herkunft, Sexualität und Geschlecht diskutieren müssen, weil wir die Fülle an Menschen und Lebensformen zu achten wissen.“</p>

„Gott ist Liebe – das wollen wir leben“

Corinna Peter, Junge Kirche Vorarlberg: „Wir setzen uns für ein offenes, friedliches Miteinander ein. ,Gott ist Liebe‘ steht in der Bibel – das wollen wir leben. Gewalt ist keine Lösung. Nächste Woche feiern wir Ostern. Jesus wurde verhaftet und gekreuzigt, hielt aber bis zuletzt an seiner Botschaft ,Liebe deinen Nächsten wie dich selbst‘ fest. Ich hoffe, dass wir durch offenes Aufeinanderzugehen künftig nicht mehr über Herkunft, Sexualität und Geschlecht diskutieren müssen, weil wir die Fülle an Menschen und Lebensformen zu achten wissen.“

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              „Welle der Solidarität macht uns Mut“
            </p><p>Brigitte ­Stadelmann, Verein GoWest: „Wir sind betroffen, traurig und wütend. Andererseits erleben wir eine noch nie dagewesene Welle der Solidarität aus der Zivilgesellschaft, die uns stärkt und Mut macht. Die Vorfälle überraschen uns trotz der symbolischen Vehemenz nicht: Viele von uns erleben immer noch hässliche Formen der Diskriminierung im privaten und beruflichen Umfeld, wo sie oft unsichtbar bleiben. Die Brandanschläge machen den Hass in Teilen unserer Gesellschaft auf schmerzvolle Weise sichtbar. Das zwingt uns alle, Zivilcourage zu zeigen.“</p>

„Welle der Solidarität macht uns Mut“

Brigitte ­Stadelmann, Verein GoWest: „Wir sind betroffen, traurig und wütend. Andererseits erleben wir eine noch nie dagewesene Welle der Solidarität aus der Zivilgesellschaft, die uns stärkt und Mut macht. Die Vorfälle überraschen uns trotz der symbolischen Vehemenz nicht: Viele von uns erleben immer noch hässliche Formen der Diskriminierung im privaten und beruflichen Umfeld, wo sie oft unsichtbar bleiben. Die Brandanschläge machen den Hass in Teilen unserer Gesellschaft auf schmerzvolle Weise sichtbar. Das zwingt uns alle, Zivilcourage zu zeigen.“

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              „Es gibt im Ländle noch viel zu tun“
            </p><p>Johannes Gasser, homosexueller Landtagsabgeordneter, NEOS: „Die ,offizielle‘ Positionierung der Kirche hat nicht dazu beigetragen, die Situation für Betroffene zu verbessern. Doch es regt sich Widerstand an der Basis der katholischen Kirche. Vorfälle wie in Hard und Feldkirch sind ein Angriff auf alle, die Teil einer weltoffenen Gesellschaft sein wollen. Wie groß muss der Hass sein, dass man ein friedliches Zeichen für Toleranz und Vielfalt anzündet? Es zeigt, dass es im Ländle noch viel zu tun gibt. Es freut mich aber, dass im ganzen Land nun Regenbogenfahnen zur Unterstützung der Community gehisst werden.“</p>

„Es gibt im Ländle noch viel zu tun“

Johannes Gasser, homosexueller Landtagsabgeordneter, NEOS: „Die ,offizielle‘ Positionierung der Kirche hat nicht dazu beigetragen, die Situation für Betroffene zu verbessern. Doch es regt sich Widerstand an der Basis der katholischen Kirche. Vorfälle wie in Hard und Feldkirch sind ein Angriff auf alle, die Teil einer weltoffenen Gesellschaft sein wollen. Wie groß muss der Hass sein, dass man ein friedliches Zeichen für Toleranz und Vielfalt anzündet? Es zeigt, dass es im Ländle noch viel zu tun gibt. Es freut mich aber, dass im ganzen Land nun Regenbogenfahnen zur Unterstützung der Community gehisst werden.“

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