Stimme – Als Polizist im Zuhälterkrieg


              „Es war eine sehr turbulente Zeit“
            Norbert Schwendinger, Ex-Chefinspektor und Autor „Tatort Vorarl­berg“: „Ich leistete zur Zeit der Zuhälterkriege im Ländle als junger Beamter Dienst in der Gendermarieinspektion Höchst. Ein großes Problem war, dass man damals nachts alleine die Stellung halten musste – man wusste nie, was auf einen zukommt. Die Polizei versuchte mit allen Mitteln, den Straßenstrich zurückzudrängen. Zahlreiche Gendarmen wurden bedroht, einem Kollegen wurde Säure über das Auto geschüttet. Endete der Nachtdienst, wurde man von den Zuhältern verfolgt. Das war nicht sehr lustig. Die wussten teilweise auch, wo die Polizisten wohnten. Doch sie waren nur in der Gruppe stark – wie das eben meistens der Fall ist. Für die Menschen, die in den betroffenen Gebieten wohnten oder arbeiteten, war die Situation furchtbar. Frauen wurden nachts von Freiern – überwiegend Schweizern – auf dem Heimweg von der Spätschicht bedrängt. Es war eine sehr turbulente Zeit. Mitte der 1990er, Anfang der 2000er beruhigte sich die Situation langsam. Die Polizei hatte entsprechend aufgerüstet, zudem verhielten sich die Herrschaften teilweise sehr ,deppert‘. Viele kamen in den Konflikten ums Leben, anderen fassten langjährige Haftstrafen aus.“

„Es war eine sehr turbulente Zeit“

Norbert Schwendinger, Ex-Chefinspektor und Autor „Tatort Vorarl­berg“: „Ich leistete zur Zeit der Zuhälterkriege im Ländle als junger Beamter Dienst in der Gendermarieinspektion Höchst. Ein großes Problem war, dass man damals nachts alleine die Stellung halten musste – man wusste nie, was auf einen zukommt. Die Polizei versuchte mit allen Mitteln, den Straßenstrich zurückzudrängen. Zahlreiche Gendarmen wurden bedroht, einem Kollegen wurde Säure über das Auto geschüttet. Endete der Nachtdienst, wurde man von den Zuhältern verfolgt. Das war nicht sehr lustig. Die wussten teilweise auch, wo die Polizisten wohnten. Doch sie waren nur in der Gruppe stark – wie das eben meistens der Fall ist. Für die Menschen, die in den betroffenen Gebieten wohnten oder arbeiteten, war die Situation furchtbar. Frauen wurden nachts von Freiern – überwiegend Schweizern – auf dem Heimweg von der Spätschicht bedrängt. Es war eine sehr turbulente Zeit. Mitte der 1990er, Anfang der 2000er beruhigte sich die Situation langsam. Die Polizei hatte entsprechend aufgerüstet, zudem verhielten sich die Herrschaften teilweise sehr ,deppert‘. Viele kamen in den Konflikten ums Leben, anderen fassten langjährige Haftstrafen aus.“

Wann & Wo | template