Furkan 1:Krebs 0

In der Serie „Weißt du noch, im WANN & WO…?“ zeigen wir, was nach den Storys geschah. So wie bei „Cancer Fighter“ Furkan aus Bludenz.

Genau so, wie ein einzelnes Wort Furkan Yalcins Leben vor eineinhalb Jahren schon einmal komplett auf den Kopf gestellt hat, hat ein einzelnes Wort nun abermals schlagartig alles für den jungen Mann verändert. Das Wort, das 2019 Furkans Welt aus den Angeln riss, hieß „Krebs“. Und das Wort, das diese Welt im Juli wieder in eben diese Angeln setzte, hieß „krebsfrei“.

Ganz unten …

Im Februar 2020 erzählte uns Furkan von seiner Diagnose: Lymphdrüsenkrebs, Endstadium. Er erzählte uns, wie er sofort ins Krankenhaus kam, direkt auf die Intensivstation verlegt wurde, wie ihm ein Herzinfarkt drohte, weil das Tumorgewebe auf seine Brust drückte. Er erzählte uns, wie er vor Schwäche nicht einmal mehr sitzen konnte. Und er erzählte uns, wie er um nichts in der Welt aufgeben wollte.

… und wieder zurück!

Genau diese Stärke und
Willenskraft haben sich nun ausgezahlt: „Ich bin seit Juli 2020 krebsfrei“, spricht Furkan gegenüber WANN & WO das magische Wort aus. „Ich habe es gar nicht glauben können. Es hat ein paar Monate gedauert, bis ich realisiert hatte, dass ich wirklich keinen Krebs mehr habe.“ Da er noch eine Erhaltungstherapie bekommt, muss er täglich Tabletten schlucken. „Aber das ist kein Problem – und schließlich nichts im Vergleich zu vorher.“ Sogar seine Lehre als Friseur in Sonjas Haarstudio in Bludenz konnte er schon wieder aufnehmen. Eine größere Operation steht ihm aber noch bevor: „Aufgrund der Chemo-Therapie habe ich eine Hüftnekrose entwickelt, das heißt, meine Hüfte stirbt ab. Ich bekomme deshalb noch eine neue Hüfte eingesetzt.“

Alles ist eine Chance

Aber der 18-Jährige ist nicht nur körperlich wieder gesund, sondern auch seelisch. Denn der Bludenzer hat seinen Frieden mit seinem Schicksal gemacht. „Ich frage mich nicht, warum ausgerechnet mir das passiert ist oder wie mein Leben heute aussähe, wenn es den Krebs nicht gegeben hätte. Im Gegenteil: Auch wenn es vielleicht blöd klingt, aber ich sehe die Krankheit als Geschenk, als Chance für mich, zu wachsen. Sie hat mir vielleicht Narben und Wunden verpasst. Aber so wird man stärker.“

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