„Es ist eine Übernahme“

Die Jugendarbeit in Lustenau liegt bald in den Händen der Gemeinde Lustenau. Wie sie gestaltet wird, ist noch unklar.  

Die Jugendarbeit in Lustenau liegt bald in den Händen der Gemeinde Lustenau. Wie sie gestaltet wird, ist noch unklar.  

Die Gemeinde Lustenau will künftig die Jugendarbeit selbst in die Hand nehmen. Was ­bedeutet das für den Verein ­„Culture Factor Y“ und die Jugendlichen selbst?

Nach Feldkirch soll auch in Lustenau die Jugendarbeit künftig in Gemeindehand gelegt werden (WANN & WO berichtete). „Es wundert mich nach wie vor, dass die Gemeinde einzelne Handlungsfelder eines mehr als gut funktionierenden Vereins abzieht und dies in Zukunft selbst übernehmen möchte“, sagt Mathias Kraus, Obmann der Offenen Jugendarbeit Lustenau bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am vergangenen Donnerstag und fügt hinzu: „Dies ist eine Übernahme und keine Übergabe“.

Vieles noch immer unklar

Für den Vorstand des Vereins steht jedenfalls fest: Die Vereins­tätigkeiten sollen weiter gehen, komme, was wolle. „Wir sind nach wie vor in Verhandlungen mit der Gemeinde Lustenau, es geht aktuell um unseren Vereinssitz“, schildert Vereins-Kassier Jürgen Nussbaumer die aktuelle Lage. Für die geplante Struktur der Gemeinde Lustenau liege die Latte hoch, um das professionelle und vielfältige Angebot auch zukünftig zu halten, ist sich der Vorstand der Offenen Jugendarbeit sicher. Denn der Verein stelle nicht nur „Zeit und Raum“ zur Verfügung, sondern fülle diese beispielsweise auch mit Angeboten zu Konfliktlösungsstrategien, die gerade für Menschen in der Endphase des Jugendalters enorm wichtig sind.

<p class="caption">Mathias Kraus</p>

Mathias Kraus

<p class="caption">Jürgen Nussbaumer</p>

Jürgen Nussbaumer

16.605 junge Menschen aus Lustenau und Umgebung nutzten 2019 die Angebote der OJA Lustenau. 7347 Jugendliche begrüßte die OJA Lustenau im vergangenen Jahr trotz fordernder Corona-Situation. 644 offene Betriebe wurden 2019 durchgeführt, 2020 waren es ­aufgrund von Corona „nur“ 147.

„Wir sind nach wie vor in Verhandlungen mit der Gemeinde, aktuell geht es um den Vereinssitz.“

Jürgen Nussbaumer, Kassier Verein OJA Lustenau

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