„Versuche, bei YouTube durchzustarten“

Sport im allgemeinen bedeutet Fabio viel und gibt ihm auch viel zurück.

Sport im allgemeinen bedeutet Fabio viel und gibt ihm auch viel zurück.

Der 35-jährige Koblacher Fabio Studer zeigt ­seinen rund 75.000 Followern als Influencer auch die Schattenseiten des ­Extremsportler-Lebens.

„Wenn du als Sportler oder ­Influencer eine große Reichweite er-
zielst, dann steigt auch dein Marktwert. Für mich als Skifahrer bedeutet es auch, freier zu arbeiten. Das heißt, ich produziere meine eigenen Filme und Fotos und bin nicht auf große Filmproduktionen angewiesen. Nicht falsch verstehen, denn ich filme ­beispielsweise immer noch sehr gerne mit LOS (The Legs Of Steel), aber wie schon erwähnt, macht mich Instagram unabhängiger“, erzählt der 35-jährige ­Influencer über sein öffentliches ­Auftreten. Fabio be-kommt viele Anfragen bezüglich Skifahren oder Filmen von Video-Content und diese versucht er natürlich auch alle zu beantworten, doch derzeit verfolgt er ein eigenes Projekt: „Zurzeit bin ich verletzt und dann zeige ich auch die negativen Seiten eines Extremsportlers. Ich arbeite gerade mit David Zamut an einem Video über meine Verletzung und den Weg zurück auf die Skier. Mit diesen zwei bis drei Videos versuche ich, bei YouTube durchzustarten.“

Ein normaler Skitag

In der Früh oder am Abend davor packt Fabio seinen Rucksack mit Pieps, Schaufel und Sonde. Dazu kommt noch eine „GoPro9“ und eine „GoPro MAX“ (360 ­Kamera). Dann macht er sich auf den Weg ins Montafon und trifft sich ­meistens mit Thomas Feurstein und Max Hitzig. Am Berg sieht es dann so aus, dass jeder eine ­Kamera auf dem Helm hat. Auch ein paar Follow-Cams werden gemacht –einer fährt dem anderen nach und filmt ihn. Am Ende des Skitages geht es wieder zurück nachhause und da geht es dann weiter mit der Auswertung der Aufnahmen, der Bearbeitung von Film und Foto­aufnahmen und der Verarbeitung zu Content und Posts.

<p class="caption">Der 35-Jährige zählt inzwischen auch Montec, Smith, Völkl, GoPro und Leki zu seinen Sponsoren. Fotos: handout/Studer</p>

Der 35-Jährige zählt inzwischen auch Montec, Smith, Völkl, GoPro und Leki zu seinen Sponsoren. Fotos: handout/Studer

„Man sollte Social-Media als ­Inspiration und Arbeitstool sehen, denn die meisten zeigen nur die Highlights ihres Leben. Sammelt eigene schöne Momente!“ Fabio Studer, 35 Jahre, aus Koblach

zur person

Fabio Studer aus Koblach


35 Jahre alt, ehemaliger Skirennläufer,
Ski- und Snowboardlehrer, ­professionelles Freestyle-Skiing
Follower auf Instagram: 74,9 Tsd.
@fabiostuder

Vorteile des „Instagram-Lebens“

Zu meiner Anfangszeit als Ski-Profi war Social-Media kein großes Thema, aber jetzt gehört es zu meinem Alltag. Ich würde mich selbst schon als kreative ­Person sehen, die vieles ausprobiert, wenn es um das Filmen beim Skifahren geht oder auch bei anderen Sportarten. Viele Ideen entstehen in meinem Kopf, aber ich hole mir auch manchmal Inspiration auf Social-Media-Plattformern.

Zu mir als Influencer

Ich fahre schon seit meinem zweiten Lebensjahr Ski. Es ist ein Teil von mir geworden und ich schätze es immer noch sehr! Ich versuche immer sehr authentisch zu sein und neben meinem Focus „Skifahren“ mache ich noch Sportarten wie Mountainbiken, Wakesurfen und Surfen, Paragleiten oder Fitness. Mir ist es wichtig, Kooperationen, die zu meiner Person passend sind, zu machen. Bis jetzt habe ich noch nie für etwas geworben, das ich selbst nicht verwende oder für gut empfinde. In meiner aktiven Ski- und Winterzeit ist mein öffentliches Auftreten bestimmt präsenter als zu meiner Nebensaison. Im Winter habe ich um einiges mehr Foto- und Filmmaterial zu bearbeiten und natürlich auch mehr Content zu bieten.

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