Ran ans Roundnet!


              Eine Hand-Augen-Koordination wie ein Stein: Das attestiert Redakteurin Anja sich selbst. Trotzdem hatte sie das Roundnet-Spiel schnell raus und sehr viel Spaß beim Selbsttest.

Eine Hand-Augen-Koordination wie ein Stein: Das attestiert Redakteurin Anja sich selbst. Trotzdem hatte sie das Roundnet-Spiel schnell raus und sehr viel Spaß beim Selbsttest.

Roundnet erobert gerade die Parks und Sportplätze weltweit. Jetzt haben sich auch im Ländle die ersten Vereine gegründet. WANN & WO hat das Training besucht.

Es ist bereits 19 Uhr, die Sonne senkt sich langsam in Richtung Horizont und dennoch kratzt das Quecksilber an der 30-Grad-Marke. Die Sonne brennt auf den Rasen des leeren Lustenauer Parkstadions – oder besser: des fast leeren Parkstadions. Denn statt wie alle anderen der Hitze zu entfliehen, jagen mitten auf dem Platz zehn junge Leute einem kleinen Ball hinterher und drehen dabei Runde um Runde um etwas, das wie ein Mini-Trampolin aussieht. „Ich habe im März ein Roundnet-Set geschenkt bekommen und war sofort begeistert. So begeistert, dass ich nur zwei Monate später den Verein gegründet habe“, erzählt Sebastian Ganahl im Gespräch mit WANN & WO.

Zeitgleiche Gründung

„Erst waren wir nur eine kleine Whatsapp-Gruppe mit sechs Leuten – heute sind es 45, von denen viele auch fest im Verein sind.“ Das Ziel war es dabei immer, den Trendsport – Roundnet ist aktuell laut Vereinen und Ausrüstern die am schnellsten wachsende Sportart weltweit – in Vorarlberg bekannter zu machen. Und so entstand schließlich schnell der Kontakt zu den Lustenauer Roundnet-Fans. „Im Frühjahr meinte Sebi zu uns: ‚Wisst ihr, was wir gerade in Feldkirch gegründet haben? Einen Roundnet-Verein!‘ Und wir antworteten: ‚Ach ja? Wir in Lustenau auch!‘“, erinnert sich Mitbegründer Daniel Grabher lachend.

Volleyball am Boden

Was Roundnet so beliebt macht, ist die Einfachheit und steile Lernkurve – da man das Spiel schnell lernt und besser wird, bringt es ungemein Spaß. Dementsprechend schnell erklärt ist das Spiel: Zwei Teams aus je zwei Spielern stehen sich um ein Netz am Boden gegenüber und versuchen, den Ball ähnlich wie beim Volleyball hin und her zu spielen. Dazu wird der Ball immer wieder gestellt und schließlich aufs Netz geschlagen, von wo er wegspringt. Dann ist das nächste Team an der Reihe.

Steile Lernkurve

Das sieht chaotisch aus – und vor unserem Selbsttest haben wir auch den entsprechenden Respekt. Tatsächlich dauert es zu Beginn, bis sich ein gewisses Ballgefühl einstellt. Doch dann funktioniert das Spiel immer besser, die Zuspiele werden treffender, die Ballkontakte länger – da ist sie, die von Roundnet-Fans so oft zitierte steile Lernkurve! Als die Sonne schließlich hinterm Horizont verschwindet, sind die Temperaturen kaum gesunken und unser T-Shirt durchgeschwitzt. Doch das haben wir vor lauter Spaß am Spiel noch nicht einmal bemerkt.

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              Vereinsgründer Sebastian Ganahl fasziniert die Schnelligkeit des Spiels und die vielen unterschiedlichen Eigenschaften und Anforderungen.
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Vereinsgründer Sebastian Ganahl fasziniert die Schnelligkeit des Spiels und die vielen unterschiedlichen Eigenschaften und Anforderungen.

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              Immer abklatschen: Teamwork steht beim Roundnet an erster Stelle.
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Immer abklatschen: Teamwork steht beim Roundnet an erster Stelle.

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              „Sport hat Potenzial”
            </p><p>„Ich habe vor etwa einem Jahr zum ersten Mal Roundnet gespielt, auf einem kleinen Fest mit Freunden. Es hat mir sofort Spaß gemacht, vor allem, weil man so schnell drin ist und dazulernt. Die Sportart hat das Potenzial, groß zu werden – in den USA gibt es schon professionelle Ligen.“ Daniel Grabher, 22, Lustenau</p>

„Sport hat Potenzial”


„Ich habe vor etwa einem Jahr zum ersten Mal Roundnet gespielt, auf einem kleinen Fest mit Freunden. Es hat mir sofort Spaß gemacht, vor allem, weil man so schnell drin ist und dazulernt. Die Sportart hat das Potenzial, groß zu werden – in den USA gibt es schon professionelle Ligen.“
Daniel Grabher, 22, Lustenau

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              „Kommt nicht auf Statur an”
            </p><p>„Ich studiere in Innsbruck, dort spielen praktisch alle schon längst Roundnet. Als ich gehört habe, dass es jetzt auch hier daheim Vereine gibt, war ich gleich dabei. Ich mag, dass es bei dem Spiel nicht auf die Statur ankommt – so kann ich als kleine Person auch mal sportlich brillieren.“ Vivienne Scheiblauer, 22, Altach</p>

„Kommt nicht auf Statur an”


„Ich studiere in Innsbruck, dort spielen praktisch alle schon längst Roundnet. Als ich gehört habe, dass es jetzt auch hier daheim Vereine gibt, war ich gleich dabei. Ich mag, dass es bei dem Spiel nicht auf die Statur ankommt – so kann ich als kleine Person auch mal sportlich brillieren.“
Vivienne Scheiblauer, 22, Altach

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              „Kann auch als Jüngster mithalten”
            </p><p>„Mein großer Bruder ist im Roundnet-Verein Lustenau, durch ihn bin ich dazugekommen. Es hat mir vom ersten Moment an Spaß gemacht. Obwohl ich der Jüngste bin, kann ich mithalten, das ist toll und nicht in jedem Sport so.“ Rafael Bösch, 12, Lustenau</p>

„Kann auch als Jüngster mithalten”


„Mein großer Bruder ist im Roundnet-Verein Lustenau, durch ihn bin ich dazugekommen. Es hat mir vom ersten Moment an Spaß gemacht. Obwohl ich der Jüngste bin, kann ich mithalten, das ist toll und nicht in jedem Sport so.“
Rafael Bösch, 12, Lustenau

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