Landwirt schafft Klima

Spannend: Am 1. September geht es in der inatura in Dornbirn um die Themen Selbstversorgungsgrad, Gesundheitsaspekte und Klimarelevanz der heimischen Landwirtschaft.

Spannend: Am 1. September geht es in der inatura in Dornbirn um die Themen Selbstversorgungsgrad, Gesundheitsaspekte und Klimarelevanz der heimischen Landwirtschaft.

In der dritten Ausgabe der Reihe „Auf dem Weg. Im Dialog zur Klimaneutralität“ von KlimaVOR! geht es am 1. September um die ­Frage „Milch oder Gemüse“. W&W verlost 5×2 Tickets für den Dialog­abend mit Simon Vetter und Markus Hartmann!

Unser Essen ist für ein Sechstel der klimaschädlichen Emissionen verantwortlich. Und über die Hälfte der ernährungsbedingten Treibhausgase ist auf tierische Lebensmittel (Fleisch und Milchprodukte) zurückzuführen. „Nun ist zwar bekannt, dass es gut fürs Klima ist und zugleich die Gesundheit fördert, wenn wir Fleisch und Milchprodukte möglichst oft durch Getreide, Obst und Gemüse ersetzen. Die Frage ist, was die heimische Landwirtschaft in diesem Zusammenhang für einen Beitrag leisten kann“, sagt Christof Drexel vom Verein klimaVOR! und fügt hinzu: „Schließlich entscheidet jede(r) selbst über die eigene Ernährung, unabhängig davon, was in Vorarlberg gerade angebaut und produziert wird.“

Angebot und Nachfrage

Würden sich unsere Essgewohnheiten ändern, wenn mehr heimisches, saisonales Gemüse angeboten würde? Derzeit kann weniger als zehn Prozent des Bedarfs von Obst, Gemüse und Getreide mit Produkten aus Vorarlberg gedeckt werden. Unser Käse ist hingegen – auch aufgrund seiner Qualität – weit über die Grenzen bekannt und beliebt. Wir können unseren eigenen Bedarf mit rund zwei Drittel der heimischen Produktion decken, der Rest wird exportiert. Es ist wohl eine Wechselwirkung, vermutet Drexel: „Der Trend zu gesünderer Ernährung könnte die Gemüse-Landwirtschaft stärken, ein größeres Angebot könnte den Konsum von (heimischem) Gemüse ankurbeln. Gesamthaft könnte der Selbstversorgungsgrad deutlich gesteigert werden, weil beispielsweise die Kartoffeln eines Hektar Ackerland viel mehr Menschen satt machen, als die Milch(produkte) eines Hektar Weideland. Wir würden uns einiges an Nahrungsmittel-Transporten und deren Emissionen ersparen. Doch nicht überall, wo heute Rinder grasen, kann Gemüse angebaut werden. Und es stellt sich auch die Frage, was denn schlecht daran sein soll, Milch und Käse regional in hoher Qualität zu produzieren?“ Zu dieser und vielen weiteren spannenden Fragen suchen Simon Vetter, Bio-Gemüsebauer aus Lustenau und Markus Hartmann, Obmann der Heumilch-Sennerei Schnifis, am 1. September in der inatura in Dornbirn nach gemeinsamen Antworten.

Tickets zu gewinnen

W&W verlost 5×2 Tickets für den Dialogabend. Wer mitmachen möchte, füllt bis kommenden Mittwoch das Formular auf info.wannundwo.at/gewinnspiel mit Betreff „Klima“ aus. Die Gewinner werden per Mail verständigt.

<p class="caption">Christof Drexel</p>

Christof Drexel

„Esst mehr Gemüse!“

Simon Vetter, Bio-Gemüsebauer aus Lustenau

„Verantwortungsvolle Tierhaltung hat für mich als Landwirt eine weit größere Bedeutung als nur die Produktion von Fleisch und Milch.“

Markus Hartmann, Obmann der Heumilch-Sennerei Schnifis

Infos


Auf dem Weg.
Im Dialog zur ­Klimaneutralität.
„Milch oder Gemüse?“

WANN: Mi., 1. September, 19 Uhr

WO: inatura, Jahngasse 9, Dornbirn

Auf dem Podium:

Simon Vetter, Vetterhof und
Markus Hartmann, Sennerei Schnifis

Moderation: Christof Drexel

Eintritt: 5 Euro
Anmeldung unter:

Tel.: 0676 83306 4770

Mail: naturschau@inatura.at

Info: www.klimavor.at

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