Anders als der Rest

Lou Asril ist der musikalische New-comer der Stunde. Bevor er am Freitag auf der Freakwave-Bühne steht, bat WANN & WO ihn zum Interview.

Lou, für dich läuft es gerade mehr als gut: Die Medien singen Lobeshymnen auf dich, du streichst einige hochrangige Award-Nominierungen ein. Geht da lediglich ein Traum in Erfüllung oder fühlst du auch Druck? Ich glaube, dass meine Selbstwahrnehmung ein bisschen anders ist, als das Erscheinungsbild. Klar habe ich schon vieles erreicht, auf das ich stolz bin, aber ich bin noch immer am Anfang meine Karriere und es gibt noch einige Träume, die ich mir erfüllen werde. Ein gewisser Druck ist schon da, aber den mache ich mir hauptsächlich selbst.

Du stellst mit nur 20 Jahren wie selbstverständlich Geschlechter- und Rollenbilder infrage, schreibst offen über Sex und Männer. Woher nimmst du so viel Selbstvertrauen? Mein Selbstvertrauen ist mit der Zeit und vor allem in den letzten drei, vier Jahren sehr gewachsen. Aber das Selbstbild, dass ich alles machen kann, was ich will, hatte ich schon immer. Ich hatte mein Leben lang sehr starken Bezug zu meiner Mutter und werde generell viel von Frauen, vor allem auch in der Musik, beeinflusst. Da ich mich so intensiv mit dem Männerbild aus Frauenperspektive auseinandergesetzt habe, habe ich mir viel Gedanken auch über mein Handeln machen können.

Auch musikalisch hebst du dich vom aktuellen Autotune-Einheitsbrei ab. Wirst du künftig in deinem Musikstil bleiben oder kannst du dir vorstellen, einmal das Genre zu wechseln? Ich mache jetzt schon viel unterschiedliche Musik, deshalb: Ja, Genrewechsel wird’s fix oft geben. Anhand meines Songwritings kann ich aber sagen, dass ich stets Popmusik mache mit vielen verschiedenen Einflüssen.

Im Rahmen der Freakwave Parade wirst du am Freitag in Bregenz auf der Bühne stehen. Was dürfen die Fans von dir erwarten? Ich komme mit meiner Band und mit unreleasten Songs. Wir freuen uns schon sehr und hoffen auf einen schönen Abend mit allen.

INFOS



Wer Lou Asril live erleben will, kann das schon in der kommenden Woche tun: Er tritt am Freitag, den 3. September, um 21.30 Uhr bei der Freakwave
Parade am Strandbad Bregenz auf.

Infos zum Festival sowie der gesamte Ablaufplan unter www.freakwave.at.

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