„Die Uhr tickt und nichts passiert!“

Am vergangenen Freitag fand der achte weltweite „Fridays For Future“-Klimastreik statt. Auch in Bregenz gingen zahlreiche Menschen auf die Straße.

Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zogen die Demonstranten durch die Stadt. 500 bis 600 waren es laut Einsatzleitung der Polizei, gar 1400 nach Angaben der Veranstalter. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Mund-Nasen-Schutz-Masken waren nicht verpflichtend, wurden aber empfohlen – und die meisten Demoteilnehmer kamen dieser Empfehlung auch nach. Der Demozug führte vom Bahnhof quer durch die Stadt bis zum Landhaus, wo sich die Menge auf dem Vorplatz zur Schlusskundgebung versammelte.

Kritik an der Politik

Nach einer kurzen Begrüßung durch „Fridays Vorarlberg“-Sprecher Johannes Hartmann, betraten mehrere SprecherInnen das Podium – und richteten das Wort an die auf dem Platz stehenden oder aus den Fenstern des Bregenzer Landhauses lugenden Politiker. „Was wir haben, ist eine Klimakrise. Was wir nicht haben, sind Entscheidungsträger, die handeln“, hieß es in den Reden etwa. Oder auch: „Es gibt wohl zwei Gründe, warum nichts unternommen wird: Entweder haben die Politiker nicht verstanden, worum es geht – und dies trotz zahlreicher Demonstrationen hier vor dem Haus. Oder es interessiert sie ganz einfach nicht, was passiert.“ Dabei sei es die Pflicht der Politik, sich mit der Klimakrise auseinanderzusetzen und dafür zu sorgen, dass die Pariser Klimaziele erreicht werden und „eine glückliche Zukunft für uns und unsere Enkel gewährleistet ist.“ Schließlich habe man die Politiker dafür gewählt. „Ihr tragt verdammt nochmal die Verantwortung! Vor zwei Jahren hat das Land den Klimanotstand ausgerufen, die Uhr tickt – und nichts passiert“, fanden die Demonstranten klare Worte.

<p class="caption">Die Band „Klaus Koblach“ begleitete die Kundgebung vor dem Landhaus musikalisch.</p>

Die Band „Klaus Koblach“ begleitete die Kundgebung vor dem Landhaus musikalisch.

<p class="caption">„Fridays For Future Vorarlberg“-Sprecher Johannes Hartmann: „Wow, danke, dass heute soviele von euch gekommen sind.“</p>

„Fridays For Future Vorarlberg“-Sprecher Johannes Hartmann: „Wow, danke, dass heute soviele von euch gekommen sind.“

<p class="caption">Hunderte Menschen versammelten sich auf dem Vorplatz des Bregenzer Landhauses.</p>

Hunderte Menschen versammelten sich auf dem Vorplatz des Bregenzer Landhauses.

<p class="caption">„Opa, was ist ein Schneemann?“: Die Schilder waren gewohnt kreativ.</p>

„Opa, was ist ein Schneemann?“:
Die Schilder waren gewohnt kreativ.

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