Welche Straßen brauchen wir?

Schwerverkehrskolonne auf der A14 vor dem Pfändertunnel bei der Ausreise aus Vorarlberg. Fotos: handout/KlimaVOR!, Sams, ÖVP Alberschwende, Rode

Schwerverkehrskolonne auf der A14 vor dem Pfändertunnel bei der Ausreise aus Vorarlberg. Fotos: handout/KlimaVOR!, Sams, ÖVP Alberschwende, Rode

In der vierten Ausgabe der Reihe „Auf dem Weg. Im Dialog zur Klimaneutralität“ des Vereins KlimaVOR! suchen Angelika Schwarzmann, Bürgermeisterin von Alberschwende, und Andrea Matt von der Bürgerinitiative „mobil ohne Stadttunnel“ nach einer Antwort auf die Frage: „Welche Straßen braucht die Mobilität der Zukunft?“

Im Klimaschutz ist der Verkehr das Sorgenkind Nummer 1. Mehr Straßen – mehr Verkehr, so der einfache Grundsatz. Aus klimapolitischer Sicht könnte man deshalb getrost auf neue Straßen verzichten. Außerdem ermöglicht der Bau neuer Straßen nicht nur weiteres Verkehrswachstum, er verschlingt auch öffentliche Gelder, verbraucht Ressourcen und verursacht Emissionen. „Große Gruppen der Bevölkerung leiden bereits massiv unter der Verkehrsbelastung, die Unzumut­barkeit an manchen stark befahrenen Straßen ist unbestritten“, betont Christof Drexel, Vereinsobmann von „KlimaVOR!“.

„Klimaneutrale Mobilität“

Möglicherweise kann das Dilemma entschärft werden, wenn dieser Diskussion die Mobilität der Zukunft zugrunde gelegt wird, so Drexel weiter: „Soll die globale Erwärmung gestoppt und die große Klimakatastrophe abgewendet werden, muss unsere Mobilität im Lauf der nächsten zehn bis 20 Jahre auf klimaneutral umgestellt werden. Das bedingt einerseits die teilweise Verlagerung der Personen- und Warenströme vom Lkw auf die Schiene, vom motorisierten Individual- zum öffentlichen Verkehr und bei kürzeren Strecken zur sanften Mobilität (Radfahren, Gehen). Zum anderen wird der verbleibende Straßenverkehr größtenteils elektrifiziert. All das ist bereits im Gange.“ Die Frage sei, wie schnell es geht und wie sehr diese Entwicklungen zu einer Entlastung beiträgt: „Weniger Straßenverkehr verursacht weniger Lärm und Abgase. Wenn dieser Verkehr an neuralgischen Stellen geschwindigkeitsreduziert und mit elektrischen Antrieben ausgestattet ist, bleibt nur noch ein Bruchteil der heutigen Lärm- und Abgasbelastung übrig. Können im Einzelfall Entlastungsstraßen dennoch sinnvoll sein und wenn ja, welche?“

Finanzierungsfrage

Eine entscheidende Rolle kommt wie so oft auch dem Geld zu: Straßenbauprojekte sind teuer, aber auch der massive Ausbau des öffentlichen Verkehrs kostet. In welchem Verhältnis Aufwand und Nutzen bzw. Effekt jeweils stehen, ist oft nicht klar und muss individuell abgeschätzt werden. Dabei sind auch die sogenannten externen Effekte nicht zu vernachlässigen: Volkswirtschaftliche Kosten durch tägliche Staus und Unfälle, Kosten im Gesundheitssystem durch Unfälle und Luftverschmutzung; Erhalt und Pflege der Infrastruktur sind ebenso zu berücksichtigen, wie etwa längere Wegzeiten bei der Verwendung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine spannende Diskussion zum Thema ist garantiert!

Tickets zu gewinnen

WANN & WO verlost 5×2 Tickets für den Dialogabend. Wer mitspielen möchte, füllt bis kommenden Mittwoch das Formular auf info.wannundwo.at/gewinnspiel mit Betreff „Klima“ aus. Die Gewinner werden per Mail verständigt.  HK

<p class="caption">Christof Drexel</p>

Christof Drexel

<p>„Umfahrung kann nur eine unterirdische Lösung sein.“</p><p/><p>Angelika Schwarzmann,Bürgermeisterin ­Alberschwende</p>

„Umfahrung kann nur eine unterirdische
Lösung sein.“

Angelika Schwarzmann,
Bürgermeisterin ­Alberschwende

<p>„Vielfältige ­Mobilität bringt mehr ­Lebensqualität!“</p><p/><p>Andrea Matt, Bürgerinitiative „mobil ohne Stadttunnel“</p>

„Vielfältige ­Mobilität bringt mehr ­Lebensqualität!“

Andrea Matt,
Bürgerinitiative „mobil ohne Stadttunnel“

Infos


Auf dem Weg.
Im Dialog zur ­Klimaneutralität.
„Welche Straßen braucht die ­Mobilität der Zukunft?“

WANN: Mi., 13. Oktober, 19 Uhr

WO: inatura, Jahngasse 9, Dornbirn

Auf dem Podium:

Angelika Schwarzmann,
Bürgermeisterin Alberschwende und
Andrea Matt, Bürgerinitiative
„mobil ohne Stadttunnel“

Moderation: Christof Drexel, KlimaVOR!

Eintritt: 5 Euro
Anmeldung unter:

Tel.: +43 676 83306 4770

Mail: naturschau@inatura.at

www.klimavor.at

Die Dialogreihe im Podcast

Wer bei den spannenden Themen­abenden nicht dabei sein kann, hat die Möglichkeit, die Dialoge als kostenlose Podcasts nachzuholen. Die Diskussionen gibt es auf www.klimavor.at/aktuelles/podcast-zu-unserer-dialogreihe zum Nachhören.

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