Fake News und Hate Speech: Gefahr aus dem Netz

Der ehemalige US-Präsident Donald J. Trump nutzte die Verbreitung von Fake News zu seinem eigenen Machterhalt schamlos aus. Im Bild: Das Kunstprojekt „Wall of Lies“ in New York, das 20.000 nachgewiesene Lügen und Falschinformationen Donald Trumps anhand von Post-its auf einer Länge von 30 (!) Metern visualisiert.  Fotos: AFP, AP, Sams, PRO CON/Junge Kirche,

Der ehemalige US-Präsident Donald J. Trump nutzte die Verbreitung von Fake News zu seinem eigenen Machterhalt schamlos aus. Im Bild: Das Kunstprojekt „Wall of Lies“ in New York, das 20.000 nachgewiesene Lügen und Falschinformationen Donald Trumps anhand von Post-its auf einer Länge von 30 (!) Metern visualisiert.  Fotos: AFP, AP, Sams, PRO CON/Junge Kirche,

Vor Kurzem ging in St. Arbogast die Jugend­konferenz PRO CON 2021 unter dem Motto „Die Macht der Sprache“ über die ­Bühne. Der Fokus lag unter anderem auf Fake News und Hate Speech.

Fake News sind nicht erst seit Donald Trump ein Thema. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts tauchte im deutschen Sprachraum der Begriff „Lügenpresse“ auf. Im Ersten Weltkrieg wurde darunter die Presse der Feindstaaten Deutschlands und Österreichs verstanden, die Nationalsozialisten nutzten das Schlagwort in ihrer antisemitischen Propaganda gegen die vom „Weltjudentum“ gelenkte Presse – und zensierten bekanntlich alles, was dem Regime nicht in den Kram passte. Und auch Trump war die freie Presse ein Dorn im Auge. Während er (ihm nicht gehörige) Medien als Fake News titulierte, verbreitete er selbst Lügen und „Alternative Fakten“ zum persönlichen Machterhalt. Bis Twitter und andere Soziale Medien seinem Treiben ein Ende setzten.

„Vertrauen in die Vierte Gewalt wieder herstellen“

„Doch wir müssen nicht in die USA blicken. Auch in Europa sind die Verbreitung von Fake News sowie Angriffe auf die freie Presse an der Tagesordnung. Journalisten werden eingeschüchtert und verfolgt, Medien zu Propagandaapparaten umgebaut“, erklärt PRO CON-Organisator und Journalist Pete Ionian. Und die Kontrolle der Medien ist auch in Österreich ein Thema, wie die „Message Control“ der Kurz-ÖVP sowie die aktuelle Regierungskrise (es gilt die Unschuldsvermutung) aufzeigen. „Der Journalismus und die Medien befinden sich aktuell in einer Vertrauenskrise. Es ist wichtig, dieses Vertrauen in die Vierte Gewalt wiederherzustellen“, so Ionian weiter.

Hass für Profit?

In Zeiten von Social Media verbreiten sich Falschmeldungen schnell wie nie zuvor. Doch nicht nur Fake News stellen ein Problem dar, auch Mobbing und Hate Speech verbreiten sich rasant. Unter vermeintlicher Anonymität wird gehetzt, gemobbt und geschimpft. Algorithmen sorgen dafür, dass die User mit emotionalen Inhalten überflutet werden – und Unternehmen wie Facebook verdienen sich eine goldene Nase. Wie die Whistleblowerin Frances Haugen, ehemalige Mitarbeiterin des Sozialen Netzwerks, kürzlich bestätigte, setzt das Unternehmen seine „astronomischen Gewinne“ über alles. Auch über das Gemeinwohl.

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              „Google meistens nach den Quellen“
            </p><p>„Wenn ich im Internet unterwegs bin, denke ich mir oft: ,Das kann nicht stimmen.‘ Ich google dann meistens die Sachverhalte und schaue, welche Quellen aufkommen und ob nicht nur ein Medium darüber berichtet hat, sondern mehrere.“ Elena, 16, Ludesch, BG Bludenz</p><p/>

„Google meistens nach den Quellen“


„Wenn ich im Internet unterwegs bin, denke ich mir oft: ,Das kann nicht stimmen.‘ Ich google dann meistens die Sachverhalte und schaue, welche Quellen aufkommen und ob nicht nur ein Medium darüber berichtet hat, sondern mehrere.“
Elena, 16, Ludesch,
BG Bludenz

<p class="caption">Dieses Bild zeigt die rege Teilnahme der Schüler und Schülerinnen an der Diskussion. Oder? Nein, Achtung: Fake News! Fotos werden gerne aus dem Zusammenhang gerissen, so auch hier. Tatsächlich geht es im Bild um die Abstimmung über das Mittagessen.</p>

Dieses Bild zeigt die rege Teilnahme der Schüler und Schülerinnen an der Diskussion. Oder? Nein, Achtung: Fake News! Fotos werden gerne aus dem Zusammenhang gerissen, so auch hier. Tatsächlich geht es im Bild um die Abstimmung über das Mittagessen.

<p class="caption">Pete Ionian</p>

Pete Ionian

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              „Besprechen Fake News in der Schule“
            </p><p>„Im Unterricht haben wir Fake News öfters besprochen. In Deutsch haben wir ein halbes Jahr darüber geredet, wie man erkennt, was Fake News sind, wie man sie umgeht oder auch selbst meldet. Checkt man die Quellen, kann man sie auch gut erkennen. Merkmale wie ein Impressum oder die Veröffentlichung des selben Themas in weiteren Medien, sind Hinweise, ob eine Meldung echt ist oder nicht.“ Emanuel, 16, Bludenz, ­BG Bludenz</p>

„Besprechen Fake News in der Schule“


„Im Unterricht haben wir Fake News öfters besprochen. In Deutsch haben wir ein halbes Jahr darüber geredet, wie man erkennt, was Fake News sind, wie man sie umgeht oder auch selbst meldet. Checkt man die Quellen, kann man sie auch gut erkennen. Merkmale wie ein Impressum oder die Veröffentlichung des selben Themas in weiteren Medien, sind Hinweise, ob eine Meldung echt ist oder nicht.“
Emanuel, 16, Bludenz, ­
BG Bludenz

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              „Fake News sind weit verbreitet“
            </p><p>„Persönlich habe ich noch keine Erfahrung mit Hate Speech gemacht, in Social Media ist es aber auf jeden Fall weit verbreitet. Das Phänomen Fake News kenne ich aber durchaus. Mit Freunden diskutiere ich oft über Dinge, die ich gelesen oder gehört habe und ob sie stimmen oder nicht.“ Lukas, 16, Bludenz,</p><p>BG Bludenz</p>

„Fake News sind weit verbreitet“


„Persönlich habe ich noch keine Erfahrung mit Hate Speech gemacht, in Social Media ist es aber auf jeden Fall weit verbreitet. Das Phänomen Fake News kenne ich aber durchaus. Mit Freunden diskutiere ich oft über Dinge, die ich gelesen oder gehört habe und ob sie stimmen oder nicht.“
Lukas, 16, Bludenz,

BG Bludenz

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              „Hass und Fakes weit verbreitet“
            </p><p>„Auf Instagram oder Discord sind öfters Menschen online, die sehr viel Hass verbreiten. Es gibt auch kleinere Gruppen, die in Channels, wo sehr viele Menschen drin sind, Hasskommentare und auch Fake News reinschreiben. Beides ist sehr verbreitet, das bekomme ich täglich persönlich mit.“ Marie, 15, Bildstein, BG Dornbirn</p>

„Hass und Fakes weit verbreitet“


„Auf Instagram oder Discord sind öfters Menschen online, die sehr viel Hass verbreiten. Es gibt auch kleinere Gruppen, die in Channels, wo sehr viele Menschen drin sind, Hasskommentare und auch Fake News reinschreiben. Beides ist sehr verbreitet, das bekomme ich täglich persönlich mit.“
Marie, 15, Bildstein,
BG Dornbirn

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              „Viele Fake News über Corona“
            </p><p>„Ich glaube, dass Fake News eher in älteren Generationen verbreitet werden, aktuell besonders durch Corona. Gerade auf Facebook nehme ich wahr, dass es viele Corona-Leugner gibt, wovon viele schon über 50 sind. In ihrem Kreis können sie ungehindert Fake News verbreiten. In den neueren Medien, die vor allem Jüngere nutzen, sind Fake News meiner Meinung nach nicht so sehr verbreitet, wie auf ­Facebook.“ Nina, 15, Dornbirn, BG Dornbirn</p>

„Viele Fake News über Corona“


„Ich glaube, dass Fake News eher in älteren Generationen verbreitet werden, aktuell besonders durch Corona. Gerade auf Facebook nehme ich wahr, dass es viele Corona-Leugner gibt, wovon viele schon über 50 sind. In ihrem Kreis können sie ungehindert Fake News verbreiten. In den neueren Medien, die vor allem Jüngere nutzen, sind Fake News meiner Meinung nach nicht so sehr verbreitet, wie auf ­Facebook.“
Nina, 15, Dornbirn,
BG Dornbirn

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              „TV-Nachrichten und Instagram“
            </p><p>„Ich erhalte meine Informationen aus unterschiedlichen Quellen. Vieles bekomme ich von Freunden oder Familie mit. Manchmal schaue ich abends mit meinem Papa ,Vorarlberg heute‘. Ansonst lese ich viel auf Instagram. Klassische Zeitung lese ich aber nicht.“ Johanna, 15, Dornbirn, BG Dornbirn</p>

„TV-Nachrichten und Instagram“


„Ich erhalte meine Informationen aus unterschiedlichen Quellen. Vieles bekomme ich von Freunden oder Familie mit. Manchmal schaue ich abends mit meinem Papa ,Vorarlberg heute‘. Ansonst lese ich viel auf Instagram. Klassische Zeitung lese ich aber nicht.“
Johanna, 15, Dornbirn,
BG Dornbirn

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