„Es braucht jeden von uns“

Im Grünen zuhause: Lea setzt sich für Umwelt und Natur ein.Fotos: Land Vorarlberg, handout/privat

Im Grünen zuhause: Lea setzt sich für Umwelt und Natur ein.
Fotos: Land Vorarlberg, handout/privat

Die 17-jährige Lea aus Wolfurt engagiert sich in vielen Bereichen und möchte etwas bewirken. Hier schreibt sie über ihren Einsatz.

Mir ist es wichtig, andere Menschen, besonders andere junge Leute, zu animieren und sie aus dieser Trance aufzuwecken, in der sie manchmal zu sein scheinen. Ich möchte gemeinsam etwas bewegen, denn alleine sind viele Dinge nicht zu schaffen. Es braucht jede einzelne Person, um etwas zu verändern. Das gilt nicht nur für den Umweltbereich, sondern auch für unser Miteinander.

Vielseitig engagiert

Ich bin in sehr vielen Bereichen aktiv. In der Umwelt, gesellschaftlich, auf politischen Ebenen. Mich beschäftigt, wie sich Stereotypen und Diskriminierung verhindern lassen. Mich interessieren Probleme, die mit der Gesellschaft zusammenhängen und was Bildung dazu beitragen kann, diese Probleme zu lösen. Ich war in der Umweltgruppe an meiner Schule aktiv, bei jung&weise (Welt der Kinder) und im Peer-to-Peer-Training makingAchange. Jetzt setze ich mich neben der Aktion Kritischer Schüler_innen auch im Freundeskreis und in der Familie ein. Für meinen Beitrag zum Redewettbewerb habe ich einen Preis gewonnen, was meinen Botschaften mehr Reichweite gebracht hat.

Jugend einbeziehen

Ich möchte, dass PolitikerInnen die Jugend endlich mehr einbeziehen. Wir werden sehr stark mit den gesellschaftlichen Problemen konfrontiert. Nicht alle Dinge, die wir sagen, sind Spinnereien. Ideen, die im ersten Moment hoch angesetzt scheinen, sind machbar: Wenn wir etwa sagen, wir verbieten die Verwendung von Plastik in bestimmten Bereichen, dann ist das machbar. Das bedeutet nicht den Verlust von Jobs, wenn die Produktion da umsteigt. Es gibt schon sehr viele Lösungen.

Lehrplan entschlacken

Zugegeben, es ist herausfordernd, eine einfache Lösung im Kontext Schule zu erreichen. Am wichtigsten ist, dass wir Wissen auf eine Weise aufnehmen, die es erlaubt, dieses Wissen zu integrieren und zu behalten. Wir lernen zu sehr auf die Prüfung hin, das Gelernte geht gleich wieder verloren, weil es vom nächsten überdeckt wird. Wir brauchen ein Entschlacken des Lehrplans: Vom Erwerb einzelner Wissensfakten hin zu einer Betonung auf das Leben. Von den Alltagserfahrungen der Menschen ausgehend. Und auch ausgehend von den Interessen und der Freude der jungen Leute, statt Wissen in die Köpfe hineinzupressen, das für junge Leute heute nicht mehr
relevant ist. LK

<p class="caption">Die Schülerin nimmt immer wieder an Workshops und Kampagnen teil.</p>

Die Schülerin nimmt immer wieder an Workshops und Kampagnen teil.

Zur Person: Lea Klimmer

Alter und Wohnort: 17, Wolfurt
Schule: Bundesgymnasium Bregenz Blumenstraße
Hobbys: Aktivismus und Kreatives
Motto: „Wir können uns nicht aussuchen, woher wir kommen, aber wir können uns
aussuchen, wohin wir gehen.“– Stephen Chbosky, The Perks of Being a Wallflower

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