„Es muss nur jemand den ersten Schritt gehen“

Der 14-jährige Max aus Nüziders möchte die Zukunft mitgestalten. Er erzählt von seinem Engagement und seinen bisherigen Erfahrungen.

Der Wunsch von uns Jugendlichen ist es, mehr mitreden zu können. Denn es geht um unsere eigene Zukunft und auch die, unserer Kinder. Deshalb möchten wir mitentscheiden, wie unsere Gesellschaft verändert wird. Den Anstoß gab für mich der Generationendialog mit einer Einladung von Welt der Kinder zum Programm „jung&weise“ bei uns im Walgau. Unsere Schule ist Partner und gibt uns Zeit dafür, das finde ich wichtig. In den Gesprächen hat mich vor allem interessiert, ob sich Erwachsene für unsere Umwelt und Bildung engagieren. Wir haben bei Exkursionen mitgemacht und selbst Initiativen geplant. Es ging zum Beispiel darum, wie man auf Festen und Veranstaltungen Plastik sparen kann: Wir würden uns wünschen, dass die Gemeinden einen Wagen mit Geschirrspüler und Mehrweggeschirr zu Verfügung stellen. Eine Gemeinde im Land macht das schon für 300 Personen. Das gibt ein tolles Vorbild, das motiviert, weil man sieht, dass es funktioniert. Es ist toll, wenn Erwachsene und Junge zusammenarbeiten.

Spielerisch politische ­Bildung erfahren

Im World Peace Game haben wir erfahren, wie Politik gemacht wird und wie wir politisch handeln können. Bei weiteren „jung&weise“-Dialogen konnten wir uns mit den Bürgermeistern austauschen. Besonders gefallen hat mir das Projekt „LehmTonErde“, bei dem wir erfahren haben, welche Baumaterialien gut für die Natur sind und auch selbst Modelle gebaut haben.

Schulgarten

Im Training von „making­Achange“ konnten wir uns mit KlimaforscherInnen austauschen. Daraus entstanden neue Initiativen. Beispielsweise haben wir einen Garten angelegt und mit der Schulküche verbunden. Der ORF hat über unsere Initativen berichtet, wir haben uns beim Klimaforum in Ludesch vorgestellt und wir waren auch beim Landeshauptmann. Es wird immer mehr, das ist gut so.

Vorbildwirkung

Anfangs merkt man gar nicht, wie wichtig solche Beispiele sind, doch sie regen zur Nachahmung an. Es muss nur jemand den ersten Schritt gehen. Das Ziel ist es, eine Veränderung in Bezug auf die Klimakrise zu erreichen: Wir wollen Erwachsene auf das Thema aufmerksam machen, aber auch Dinge einfordern. Es ist uns wichtig, dass wir mitreden und mitgestalten dürfen, auch über die Schule hinaus. Und ich hoffe, dass wir dran bleiben. Wir sind nun in Positionen, in denen wir immer ernster genommen werden. Immer mehr Leute schätzen, was wir tun. Dabei helfen die Medien, aber auch der Landeshauptmann hat schon etwas gepostet. Das finde ich ­klasse!  MBR/SK

<p class="caption">Max beim Bau der Modelle „coole Orte“ im Projekt „LehmTonErde“.</p>

Max beim Bau der Modelle „coole Orte“ im Projekt „LehmTonErde“.

<p class="caption">Bei der Beratung des Spiels für politische Bildung.</p>

Bei der Beratung des Spiels für politische Bildung.

<p class="title">Zur Person: Max Ben Romdhane</p><p class="title">Alter und Wohnort: 14, NüzidersSchule: Montessori Zentrum Oberland LudeschHobbys: Feuerwehr, Freunde treffen, im Holz arbeitenMotto: „Nimm das Leben so, wie es ist, denn du lebst nur einmal.“</p>

Zur Person: Max Ben Romdhane

Alter und Wohnort: 14, Nüziders
Schule: Montessori Zentrum Oberland Ludesch
Hobbys: Feuerwehr, Freunde treffen, im Holz arbeiten
Motto: „Nimm das Leben so, wie es ist, denn du lebst nur einmal.“

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