Trash-TV: „Es ist halt Entertainment“

Trash TV – niemand gibt es zu, aber alle schalten ein. Doch was steckt wirklich dahinter? WANN & WO hat durchgezappt und nachgefragt.

Maria Maksimovic kennt praktisch jeder in Vorarlberg – und auch über die Landesgrenzen hinaus: Denn die Dornbirner­in hat zuerst beim deutschen „Bachelor“ mitgemacht und ist aktuell in der Schweizer Ausgabe zu sehen. Doch egal, ob nördlich oder westlich des Ländles, das Prinzip der Sendung ist das Gleiche: Ein Mann ist auf der Suche nach der großen Liebe und hat die Wahl zwischen 22 Frauen. Diese haben alle vier Tage ein Date mit ihm. „Es ist alles unspektakulärer, als die Leute denken“, erzählt Maria im Gespräch mit W&W. „Man sieht eine Villa, Pool, Strand und Sonne, dabei dürfen wir nicht mal raus und müssen während der Dreharbeiten still sein. Es ist eben Arbeit.“ Jedoch gab es bei dieser Bachelor-Ausstrahlung etwas, was es bislang noch nie gegeben hat: Maria wurde nämlich als Maulwurf in die Show eingeschleust! „Ich sollte herausfinden, wer es mit ihm ernst meint und wer nicht. Und das habe ich auch gemacht“, schilderte sie.

Trash-TV boomt

Fast 160.000 Vorarlberger schauen regelmäßig fern, meldet Statistik Austria auf Basis von Zahlen aus 2019. Besonders beliebt ist dabei meist gescriptetes Trash-TV, zu dem den Sendern immer neue Formate einfallen. So etwa die „Bachelorette“. Das Konzept entspricht jenem des „Bachelors“, nur die Geschlechter sind umgekehrt.

Voll von Klischees

Eine aktuell sehr beliebte Show ist auch „Beauty and the Nerd“. Der Name sagt bereits alles: Es geht um Frauen, die sich besonders für die Mode- und Schminkwelt interessieren. Daneben gibt es Männer, die sich umfassend mit Computern auskennen oder Interesse für Science-Fiction, Fantasy und Naturwissenschaft haben. Der Haken: Die Nerds haben keinerlei Erfahrung mit dem anderen Geschlecht. Aus diesen beiden Mischungen werden Paare gemacht. Diese dürfen in einer luxuriösen Villa für einige Zeit wohnen und zusammen Herausforderungen meistern.

Promis ziehen immer

Wem all das zu langweilig ist, für den gibt es noch die Creme de la Creme an Trash-TV. Nämlich jene Sendungen mit Promis, vor allem aus der „Kategorie Z“: Für die meisten ist das noch interessanter, weil sie die Kandidaten quasi ‚kennen‘. Von ‚Promi Big Brother‘, ‚Promis unter Palmen‘, ‚Das Sommerhaus der Stars‘ oder ‚Are you the One‘ mit Sophia Thomalla – die Liste ist lang. „Kein Wunder“, sagt Maria: „Die Sendungen lenken vom eigenen Leben ab. Es ist halt Entertainment. Pöbeln, intrigieren, blankziehen, Zicken-Zoff – Hauptsache man kann sich amüsieren beim ­Zuschauen.“

<p class="caption">Viel nackte Haut gibt‘s bei „Adam sucht Eva“: In dem Trash-Format lernen sich acht Promi-Singles und acht nicht prominente Singles kennen – und zwar hüllenlos.</p>

Viel nackte Haut gibt‘s bei „Adam sucht Eva“: In dem Trash-Format lernen sich acht Promi-Singles und acht nicht prominente Singles kennen – und zwar hüllenlos.

<p class="caption">Ein Klassiker unter den Trash-Sendungen ist natürlich „Bauer sucht Frau“.</p>

Ein Klassiker unter den Trash-Sendungen ist natürlich „Bauer sucht Frau“.

<p class="caption">Paare ziehen in eine Villa und testen so ihre Liebe – denn die Versuchung lauert überall: Willkommen auf „Temptation Island“.</p>

Paare ziehen in eine Villa und testen so ihre Liebe – denn die Versuchung lauert überall: Willkommen auf „Temptation Island“.

<p class="caption">Der „Bachelor“ ist der Kassenschlager unter den Trash-TV-Formaten und hat mittlerweile Ableger wie die „Bachelorette“ oder hier den „Bachelor in Paradise“.</p>

Der „Bachelor“ ist der Kassenschlager unter den Trash-TV-Formaten und hat mittlerweile Ableger wie die „Bachelorette“ oder hier den „Bachelor in Paradise“.

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