„Schwurbler von Gottes Gnaden“

Man ist ja vieles gewohnt dieser Tage. Schwurbler, die ihre verqueren Hirngespinste ungefragt herumposaunen. Selbsternannte Freiheitskämpfer, die sich, andere und damit eben die Freiheit aller gefährden. Sogar Ärzte, die den hippokratischen Eid über Bord werfen und sich den Corona-Leugnern anschließen. Ein Pfarrer, der mit moralischer Abwegigkeit auffällt, ist – man muss es so deutlich sagen – nichts Neues. Neu ist aber die Schärfe, Vehemenz und Entrücktheit, mit der Bernhard Kaufmann das tut. Dass mit dem Pfarrer nun lediglich gesprochen und vereinbart wurde, dass er sich zum Thema nicht mehr öffentlich äußert, ist ein ungleich weicher Fall. Die Kirche muss reagieren. Und zwar mit Nachdruck statt Streicheln.

Anja Förtsch, Redakteurin

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