„Monotonie macht mich echt fertig“

Die Hohenemserin ist sehr kreativ, hier ein paar Skizzen von Florentina. Fotos: Ender

Die Hohenemserin ist sehr kreativ, hier ein paar Skizzen von Florentina. Fotos: Ender

Die kreative Hohe­nemserin ­Florentina Ender (19) präsentiert ihre Kunst aktuell in der „gallery-T-69“.

Florentina zeichnet schon, seit sie einen Stift in der Hand halten kann. Mit ihrem Talent überzeugte sie bereits vergangenen Oktober die Jury des Young Art Awards 02. Seit ein paar Wochen darf sie daher ihre Werke in der „gallery-T-69“ im „at & co Regional Zentrum EMS“ in Hohenems ausstellen. Das Ziel der Galerie ist es, Kunst im öffentlichen Raum zu zeigen. So vergeht beispielsweise die Zeit in einem Wartezimmer viel schneller.

Inspiration und Kunst

Die Hohenemserin entschloss sich, den Beruf als Bürokauffrau aufzugeben: „Jeden Tag das Gleiche machen. Die Monotonie hat mich echt fertig gemacht. Eine Veränderung musste her.“ Florentina möchte sich kreativ entfalten ­können. Neben dem Zeichnen, häkelt die ­19-Jährige in ihrer Freizeit Handtaschen und ­Schlüsselanhänger oder modelliert kunstvolle Aschenbecher. Die Modewelt hat Florentina auch für sich entdeckt: So hat sie schon einige Motive für das kleine Modelabel „FSP“ entworfen. Diese wurden auch schon auf T-Shirts und Pullover gedruckt. Inspiration findet die junge Kreative auf unterschiedliche Weise. Sei es beim Meditieren, in der Natur oder bei Tieren. Auch ihre Freunde unterstützen sie dabei. „Wenn wir am Wochenende zusammensitzen, muss jeder ein Wort sagen. Das muss ich dann auf Papier bringen. Am Ende gibt es ein Ge­­samtbild“, erzählt sie. Was ihren Beruf angeht, orientiert sich Florentina gerade neu. Sie hat den großen Wunsch, Tätowiererin zu werden. „Momentan zeichne ich sehr viel, damit ich meine Fähigkeiten verbessern kann. Denn wenn man tätowieren will, muss man auch zeichnen ­können“, betont sie abschließend.

Florentina Ender
19 Jahre aus Hohenems

Beruf: Bürokauffrau
Hobbys: Skateboard fahren,
singen, tanzen
Motto: „Das Bestmögliche  aus mir selber und meinem Umfeld machen.“