„Reden statt posten“


              „Löschung auch schon überlegt”
            „Es gibt viel Hetze im Internet. Wird man damit konfrontiert, geht man am besten nicht darauf ein. Ich habe selbst schon überlegt, meine Accounts zu deaktivieren. Ich würde es aber wohl nicht lange aushalten, da alle Freunde und meine Familie dort vertreten sind.“ Domenik, 26, Dornbirn

„Löschung auch schon überlegt”


„Es gibt viel Hetze im Internet. Wird man damit konfrontiert, geht man am besten nicht darauf ein. Ich habe selbst schon überlegt, meine Accounts zu deaktivieren. Ich würde es aber wohl nicht lange aushalten, da alle Freunde und meine Familie dort vertreten sind.“
Domenik, 26, Dornbirn

Fake-News und Grabenkämpfe in Sozialen Medien sind trauriger Alltag. Grünen-Landesrat Johannes Rauch zieht Konsequenzen und verabschiedet sich von Facebook und Instagram. Wir haben Vorarlberger gefragt, wie sie die Probleme in Social Media sehen.

Dem ehemaligen Grünen-Chef reicht’s. Er hat genug von der Verbreitung von Lügen und Unwahrheiten auf Social Media. Genug von Echokammern und algorithmischen Parallel­universen. Und vor allem: Genug vom Umgang mit diesen Themen durch den Konzern Meta, zu dem Facebook, Instagram und Whatsapp gehören. Deshalb zieht der 62-Jährige die digitale Reißleine: Am kommenden Freitag werden seine Facebook- und Instagram-Accounts gelöscht, wie er kürzlich – auf eben diesen – informierte. „Der Ort, an dem ausgetragen wird, was Wahrheit, was Erkenntnis, was Wissenschaft, was Wissen, was Glauben und was Wahrnehmung ist, muss wieder die direkte Begegnung werden. Reden statt posten. Dialog statt Threads. Treffen statt Online-Meetings und Webcalls. Handschlag statt ,Like‘-Button. Auge in Auge statt bildschirmstarr. Zurzeit halt mit den aufgrund der Pandemie notwendigen Distanzen und Sicherheitsvorkehrungen“, schreibt Rauch auf seinem Blog www.johannes-rauch.at.

Stimmen zum Thema

Aus aktuellem Anlass hat sich W&W umgehört, wie Vorarlberger Social Media sehen und ob sie selbst schon über einen Ausstieg nachgedacht haben. 

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              „Sehe Gefahren für die Jungen“
            </p><p>„Nutzt man Soziale Medien richtig, sind sie eine tolle Sache. Erwachsene können damit wohl besser umgehen und sie entsprechend nutzen. Ich sehe aber eine große Gefahr für junge Menschen. Bei Instagram ist das Suchtpotenzial meiner Meinung nach relativ groß, wenn ich mir denke, wie viel Zeit Jugendliche damit verbringen.“ Vera, 48, Bregenz</p>

„Sehe Gefahren für die Jungen“


„Nutzt man Soziale Medien richtig, sind sie eine tolle Sache. Erwachsene können damit wohl besser umgehen und sie entsprechend nutzen. Ich sehe aber eine große Gefahr für junge Menschen. Bei Instagram ist das Suchtpotenzial meiner Meinung nach relativ groß, wenn ich mir denke, wie viel Zeit Jugendliche damit verbringen.“ Vera, 48, Bregenz

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              „Es werden viele Lügen verbreitet“
            </p><p>„Ich habe definitiv schon mal darüber nachgedacht, alle Accounts zu löschen. Den meisten Leuten fällt es leicht, andere Menschen auf solchen Plattformen zu beleidigen und zu mobben. Wenn sie dann aber vor dir stehen, bringen sie kein Wort heraus. Und es werden viele Lügen und Unwahr­heiten verbreitet.“ Mateo, 18, Lauterach</p>

„Es werden viele
Lügen verbreitet“


„Ich habe definitiv schon mal darüber nachgedacht, alle Accounts zu löschen. Den meisten Leuten fällt es leicht, andere Menschen auf solchen Plattformen zu beleidigen und zu mobben. Wenn sie dann aber vor dir stehen, bringen sie kein Wort heraus. Und es werden viele Lügen und Unwahr­heiten verbreitet.“ Mateo, 18, Lauterach

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              „Man muss ein dickes Fell haben“
            </p><p>„Social Media zu deaktivieren, kam für mich nie in Frage. Es ist eine Art Beschäftigung und Ablenkung für mich, wenn ich mal in der Mittagspause abschalten möchte. Man muss aber definitiv ein dickes Fell haben, wenn man so durchliest, was für Sachen da geschrieben werden. Wer das nicht aushält, sollte lieber die Finger davon lassen.“ Defne, 25, Bregenz</p>

„Man muss ein dickes Fell haben“


„Social Media zu deaktivieren, kam für mich nie in Frage. Es ist eine Art Beschäftigung und Ablenkung für mich, wenn ich mal in der Mittagspause abschalten möchte. Man muss aber definitiv ein dickes Fell haben, wenn man so durchliest, was für Sachen da geschrieben werden. Wer das nicht aushält, sollte lieber die Finger davon lassen.“ Defne, 25, Bregenz

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