Stimmen – zur Maturasituation 2022


              „Matura-Anpassung für alle Coronajahrgänge“
            Liya Nicolussi, 17, BG Blumen­straße: „Ich bin für eine Anpassung der Matura für alle Coronajahrgänge, weil während den Lockdowns sehr viel Stoff verloren gegangen ist. Im Sinne der mentalen Gesundheit und der Zukunft der Schüler sollte es eine faire Matura geben, bei der darauf Rücksicht genommen wird, dass immer noch ein sehr hoher Leistungsdruck auf jetzigen und zukünftige Maturanten lastet. Diese Situation kann nicht einfach ignoriert werden.“

„Matura-Anpassung für alle Coronajahrgänge“

Liya Nicolussi, 17, BG Blumen­straße: „Ich bin für eine Anpassung der Matura für alle Coronajahrgänge, weil während den Lockdowns sehr viel Stoff verloren gegangen ist. Im Sinne der mentalen Gesundheit und der Zukunft der Schüler sollte es eine faire Matura geben, bei der darauf Rücksicht genommen wird, dass immer noch ein sehr hoher Leistungsdruck auf jetzigen und zukünftige Maturanten lastet. Diese Situation kann nicht einfach ignoriert werden.“

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              „Streiks sind moralisch komplett verwerflich“
            </p><p>Robin Steu, 17, BG Bludenz: „Zukünftige Maturajahrgänge sind von der Pandemie wohl am schwersten betroffen, setzt man den Lehrplan und den verlorenen Stoff in Relation. Kurz gesagt: Ja, wir wollen wieder eine mündliche Matura, aber nicht jetzt. Ich möchte aber noch anmerken, dass eine Form von Protest mit solch primitiven Mitteln eines Streiks, moralisch komplett verwerflich ist. Widerstand sollte das letzte Mittel sein. Demokratische Diplomatie lebt vom Diskurs.“</p>

„Streiks sind moralisch komplett verwerflich“

Robin Steu, 17, BG Bludenz: „Zukünftige Maturajahrgänge sind von der Pandemie wohl am schwersten betroffen, setzt man den Lehrplan und den verlorenen Stoff in Relation. Kurz gesagt: Ja, wir wollen wieder eine mündliche Matura, aber nicht jetzt. Ich möchte aber noch anmerken, dass eine Form von Protest mit solch primitiven Mitteln eines Streiks, moralisch komplett verwerflich ist. Widerstand sollte das letzte Mittel sein. Demokratische Diplomatie lebt vom Diskurs.“

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              „Nicht genügend auf Matura vorbereitet“
            </p><p>Magdalena Feurstein, 19, HLW  Riedenburg: „Einerseits ist es verständlich, dass man wieder zur gewohnten Struktur der Matura zurückkommen will. Andererseits hatten wir seit März 2020 mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, die auch bei der mündlichen Matura berücksichtigt werden sollten. Viele Schüler fühlen sich nicht genug auf die Matura vorbereitet und haben zudem mit psychischen Belastungen zu kämpfen, wie ­Studien der Donau Uni Krems und der Meduni aufzeigen.“</p>

„Nicht genügend auf Matura vorbereitet“

Magdalena Feurstein, 19, HLW  Riedenburg: „Einerseits ist es verständlich, dass man wieder zur gewohnten Struktur der Matura zurückkommen will. Andererseits hatten wir seit März 2020 mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, die auch bei der mündlichen Matura berücksichtigt werden sollten. Viele Schüler fühlen sich nicht genug auf die Matura vorbereitet und haben zudem mit psychischen Belastungen zu kämpfen, wie ­Studien der Donau Uni Krems und der Meduni aufzeigen.“

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              „Schriftliche Matura für viele schwierig“
            </p><p>Lea Sutterlüty, 17, BORG Egg: „Da wir uns eine Menge an Stoff selbst beigebracht haben, mussten wir dieses Jahr vieles aufarbeiten. Ich glaube, dass allein die schriftliche Matura für viele schon schwieriger zu schaffen sein wird. Viele Jugendliche haben und hatten zudem in den letzten zwei Jahren mit psychischen Problemen zu kämpfen. Ich verstehe, dass die mündliche Matura irgendwann wieder verpflichtend sein sollte. Für mich ist nur schwer zu verstehen, wieso dies heuer sein muss.“</p>

„Schriftliche Matura für viele schwierig“

Lea Sutterlüty, 17, BORG Egg: „Da wir uns eine Menge an Stoff selbst beigebracht haben, mussten wir dieses Jahr vieles aufarbeiten. Ich glaube, dass allein die schriftliche Matura für viele schon schwieriger zu schaffen sein wird. Viele Jugendliche haben und hatten zudem in den letzten zwei Jahren mit psychischen Problemen zu kämpfen. Ich verstehe, dass die mündliche Matura irgendwann wieder verpflichtend sein sollte. Für mich ist nur schwer zu verstehen, wieso dies heuer sein muss.“

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              „BMHS darf auch nicht zu kurz kommen“
            </p><p>Koray Atarlar, 18, HAK Bludenz: „Die Pandemie hat uns viel abverlangt und tut dies auch weiterhin. Somit kann keine mündliche Matura wie vor der Pandemie stattfinden! Die Schüer der BMHS dürfen ebenfalls nicht zu kurz kommen!“</p>

„BMHS darf auch nicht zu kurz kommen“

Koray Atarlar, 18, HAK Bludenz: „Die Pandemie hat uns viel abverlangt und tut dies auch weiterhin. Somit kann keine mündliche Matura wie vor der Pandemie stattfinden! Die Schüer der BMHS dürfen ebenfalls nicht zu kurz kommen!“

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              „Situation ist unfair“
            </p><p>Lilly Fink, 17, BORG Egg: „Ich kann nachvollziehen, dass es irgendwann wieder einen Jahrgang geben muss, bei dem die mündliche Matura verpflichtend ist. Die letzten zwei Jahre wurde damit argumentiert, dass eine mündliche Matura aufgrund von Lockdowns und Homeschooling nicht stattfinden kann. Unser Jahrgang, der zwei Jahre kaum Präsenz-Unterricht hatte, muss nun wieder antreten. Nicht fair in meinen Augen. Jetzt will man den Stoff, der noch fehlt, irgendwie schnell aufholen. Ich finde, man sollte mehr auf uns Schüler eingehen.“</p>

„Situation ist unfair“

Lilly Fink, 17, BORG Egg: „Ich kann nachvollziehen, dass es irgendwann wieder einen Jahrgang geben muss, bei dem die mündliche Matura verpflichtend ist. Die letzten zwei Jahre wurde damit argumentiert, dass eine mündliche Matura aufgrund von Lockdowns und Homeschooling nicht stattfinden kann. Unser Jahrgang, der zwei Jahre kaum Präsenz-Unterricht hatte, muss nun wieder antreten. Nicht fair in meinen Augen. Jetzt will man den Stoff, der noch fehlt, irgendwie schnell aufholen. Ich finde, man sollte mehr auf uns Schüler eingehen.“

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              „Sehe das Problem bei schriftlicher Matura“
            </p><p>Paulina Wegener, 17, HLW ­Riedenburg: „In meinen Augen ist die mündliche Matura das, um was man sich am wenigsten Sorgen machen sollte. Durch ,Erleichterungen‘, wie die Streichung der mündlichen Matura, nimmt die Matura meiner Meinung nach an Seriosität und Wertigkeit ab. Trotzdem fordere ich eine mündliche Matura auf freiwilliger Basis und damit verbunden eine verpflichtende Stoffkürzung. Denn ich ­verstehe, dass dies für manche Schüler zusätzlichen Stress bedeutet. Wo ich aber ein größeres Problem sehe, ist bei der schriftlichen Matura. Eine Niveauanpassung ist das, was wir wohl am dringendsten benötigen. Denn durch das Distance Learning sind große Lehrstoff­lücken bei den Schülern entstanden.</p><p/>

„Sehe das Problem bei schriftlicher Matura“

Paulina Wegener, 17, HLW ­Riedenburg: „In meinen Augen ist die mündliche Matura das, um was man sich am wenigsten Sorgen machen sollte. Durch ,Erleichterungen‘, wie die Streichung der mündlichen Matura, nimmt die Matura meiner Meinung nach an Seriosität und Wertigkeit ab. Trotzdem fordere ich eine mündliche Matura auf freiwilliger Basis und damit verbunden eine verpflichtende Stoffkürzung. Denn ich ­verstehe, dass dies für manche Schüler zusätzlichen Stress bedeutet. Wo ich aber ein größeres Problem sehe, ist bei der schriftlichen Matura. Eine Niveauanpassung ist das, was wir wohl am dringendsten benötigen. Denn durch das Distance Learning sind große Lehrstoff­lücken bei den Schülern entstanden.

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              „Kenne viele, die sitzengeblieben sind“
            </p><p>Leonie Draxl, 17, BORG Schoren Dornbirn: „Die Maßnahmen sind einerseits nicht nur unzumutbar, sondern andererseits auch in einer gewissen Weise fahrlässig, da es um unsere psychische und physische Gesundheit geht. Dies berücksichtigt unser Bildungsminister leider nicht, was sehr schade und nicht akzeptabel ist. Ich kenne einige Schüler, die letztes Jahr sitzen geblieben sind. Zudem bin ich mir sicher, dass es auch heuer viele Schüler geben wird, die es aufgrund von Corona nicht schaffen.“</p>

„Kenne viele, die sitzengeblieben sind“

Leonie Draxl, 17, BORG Schoren Dornbirn: „Die Maßnahmen sind einerseits nicht nur unzumutbar, sondern andererseits auch in einer gewissen Weise fahrlässig, da es um unsere psychische und physische Gesundheit geht. Dies berücksichtigt unser Bildungsminister leider nicht, was sehr schade und nicht akzeptabel ist. Ich kenne einige Schüler, die letztes Jahr sitzen geblieben sind. Zudem bin ich mir sicher, dass es auch heuer viele Schüler geben wird, die es aufgrund von Corona nicht schaffen.“

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              „Mündliche Matura: Ja, aber bitte freiwillig“
            </p><p>Jona Feurstein, 20, HTL Bregenz: „Klar ist uns allen: Wir müssen irgendwann zur Normalität zurückkehren. Die Frage dabei ist schlichtweg, ob wir Maturanten, die über zwei Jahre durch Corona geprägt und beeinträchtigt worden sind, auch diejenigen sind, bei denen wieder von ,Normalität‘ gesprochen werden kann? Zusätzlich prüft die mündliche Matura – zumindest an meiner Schule – größtenteils den Stoff der vergangenen zwei Jahre. Mündliche Matura? Ja, aber bitte freiwillig!“</p>

„Mündliche Matura: Ja, aber bitte freiwillig“

Jona Feurstein, 20, HTL Bregenz: „Klar ist uns allen: Wir müssen irgendwann zur Normalität zurückkehren. Die Frage dabei ist schlichtweg, ob wir Maturanten, die über zwei Jahre durch Corona geprägt und beeinträchtigt worden sind, auch diejenigen sind, bei denen wieder von ,Normalität‘ gesprochen werden kann? Zusätzlich prüft die mündliche Matura – zumindest an meiner Schule – größtenteils den Stoff der vergangenen zwei Jahre. Mündliche Matura? Ja, aber bitte freiwillig!“

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              „Freiwillige Matura & VWA- Präsentation“
            </p><p>Hannah Klement, 17, Stv. AHS-Landesschulsprecherin, BG Dornbirn: „Ich stehe den aktuellen Regelungen kritisch gegenüber, da unser Jahrgang zwei Jahre im Distance Learning verbracht hat. In meiner Klasse sehe ich, dass die mentale Gesundheit sehr darunter leidet. Ich fordere eine freiwillige mündliche Matura. Das senkt das Stresslevel von uns allen! Ich bin auch für eine freiwillige VWA- und Diplomarbeitspräsentation.“</p>

„Freiwillige Matura & VWA- Präsentation“

Hannah Klement, 17, Stv. AHS-Landesschulsprecherin, BG Dornbirn: „Ich stehe den aktuellen Regelungen kritisch gegenüber, da unser Jahrgang zwei Jahre im Distance Learning verbracht hat. In meiner Klasse sehe ich, dass die mentale Gesundheit sehr darunter leidet. Ich fordere eine freiwillige mündliche Matura. Das senkt das Stresslevel von uns allen! Ich bin auch für eine freiwillige VWA- und Diplomarbeitspräsentation.“

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              „Psychische Gesundheit leidet“
            </p><p>Niklas Golob, 17, BG Gallus: „Die Situation für uns Maturanten ist extrem unangenehm. Erfahrungsgemäß leidet die psychische Gesundheit sehr darunter. Die meisten Lehrer bei uns schauen auf uns, so gut sie können. Ich spreche für meine ganze Stufe, wenn ich sage: Es muss unbedingt etwas gemacht wurde. Eine freiwillige mündliche Matura ist angemessen. Die, die sich darüber hinaussehen, sollen ihre mündliche Matura absolvieren und der Rest eben nicht.“</p>

„Psychische Gesundheit leidet“

Niklas Golob, 17, BG Gallus: „Die Situation für uns Maturanten ist extrem unangenehm. Erfahrungsgemäß leidet die psychische Gesundheit sehr darunter. Die meisten Lehrer bei uns schauen auf uns, so gut sie können. Ich spreche für meine ganze Stufe, wenn ich sage: Es muss unbedingt etwas gemacht wurde. Eine freiwillige mündliche Matura ist angemessen. Die, die sich darüber hinaussehen, sollen ihre mündliche Matura absolvieren und der Rest eben nicht.“

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              „Gesundheitszustand besorgniserregend“
            </p><p>Lukas Dünser, 18, Tourismusschulen Bludenz: „Die psychische Gesundheit der Schüler an den Tourismusschulen Bludenz ist besorgniserregend. Gerade die Maturanten bekommen den Leistungsdruck zu spüren. Wo vorherige Schüler den Stoff in fünf Jahren Präsenzunterricht erlernten, mussten sich die diesjährigen Absolventen über zwei Jahre lang den Stoff zum Teil selbstständig beibringen. Ich appelliere an Polaschek, dass er seine Entscheidung nochmal überdenkt. Jetzt braucht es an die Situation angepasste Maßnahmen.“</p>

„Gesundheitszustand besorgniserregend“

Lukas Dünser, 18, Tourismusschulen Bludenz: „Die psychische Gesundheit der Schüler an den Tourismusschulen Bludenz ist besorgniserregend. Gerade die Maturanten bekommen den Leistungsdruck zu spüren. Wo vorherige Schüler den Stoff in fünf Jahren Präsenzunterricht erlernten, mussten sich die diesjährigen Absolventen über zwei Jahre lang den Stoff zum Teil selbstständig beibringen. Ich appelliere an Polaschek, dass er seine Entscheidung nochmal überdenkt. Jetzt braucht es an die Situation angepasste Maßnahmen.“