Ska, Ska, Ska!

Ein Jahr Arbeit und viel Herzblut liegt da auf dem Plattenteller. Foto: privat

Ein Jahr Arbeit und viel Herzblut liegt da auf dem Plattenteller. Foto: privat

Stephan Wöß fehlte in seiner Ska-Sammlung ein Sampler aus dem Ländle. Den gab es nicht – also produzierte er einen: „SKAdaladalälla“.

Seit gut 30 Jahren schlägt das Herz von Stephan Wöß für Offbeat, schwarz-weißes Karo-Muster, Schiebermützen – oder kurz gesagt: für Ska. „Mit elf Jahren hörte ich meine erste Platte“, erinnert sich der Rankler gegenüber W&W. Mittlerweile haben sich im Plattenschrank des Out-of-Frame-Bassisten, bekannt als „el Finni“, Vinyls aus aller Welt angesammelt. „Irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich zwar Sampler aus aller Herren Länder habe – aber dass es keinen österreichischen Ska-Sampler gibt.“ Seine Aufgabe war damit klar. Aber als ob eine Österreich-Platte nicht schon Herausforderung genug wäre, schraubte „el Finni“ die Ansprüche noch höher: „Ich dachte mir, wenn ich schon dabei bin, würdige ich gleich meine Heimat damit – und erstelle einen Sampler nur mit Ländle-Bands.“ Der ist seit Jänner erhältlich und wurde inzwischen sogar schon an Fans in den Niederlanden, in Irland und sogar in Indonesien verschickt.

Nix geht ohne Wortspiel

Gut ein Jahr Arbeit steckt darin: Bands kontaktieren, Song-Rechte einholen, den Sampler zusammenstellen, abmischen, das Artwork erstellen – und natürlich einen Namen finden. Wer sich mit Ska auskennt, weiß, dass Wortspiele in der Szene so etwas wie die Grundausstattung sind. Und so trägt der fertige Sampler, der über Stefans Internetseite www.out-of-frame.com bestellbar ist, den wohl „vorarlbergerischsten“ Wortspiel-Titel, den man sich vorstellen kann: „SKAdaladalälla“. Für alle Nicht-Voralberger natürlich mit Erklärung auf der Plattenhülle. No na ned.

<p class="caption">Stephan (r.) mit Out Of Frame. Foto: privat</p>

Stephan (r.) mit Out Of Frame. Foto: privat