„An jeder Schule unterschiedlich“

SchülerInnen aus dem ganzen Ländle fordern von Bildungsminster Polaschek Änderungen bezüglich der Matura 2022. Foto: Sams

SchülerInnen aus dem ganzen Ländle fordern von Bildungsminster Polaschek Änderungen bezüglich der Matura 2022. Foto: Sams

Wird die schriftliche ­Matura 2022 für viele­ SchülerInnen ­zur größeren ­Hürde als die ­Mündliche? WANN & WO hat sich umgehört.

Neben all den Diskussionen rund um die verpflichtende mündliche Prüfung 2022 gerät die schriftliche Matura in den Hintergrund. Doch ist sie sogar das größere Problem? Seitens der Maturant­Innen hört man, dass viele in den schriftlichen Prüfungsfächern Lehrstofflücken aufweisen. Grund dafür: Die vergangenen zwei Jahre wurden größtenteils im „Homeschooling“ verbracht. Außerdem wurde „Distance Learning“ an jeder Schule anders gehandhabt. Während die mündliche Matura von der Schule selbst gestellt wird und sich somit am behandelten Stoff orientiert, wird die schriftliche Matura zentral gestellt – alle SchülerInnen Österreichs schreiben also die gleiche Prüfung, egal wie ihr Unterricht aussah. Gegenüber WANN & WO äußert sich auch die Bildungsdirektion Vorarlberg zur Thematik: „Bei der letztjährigen Matura wurden zum einen die Aufgabenstellungen in der Mathematik-Matura an den AHS angepasst, zum anderen wurden die Schüler im Rahmen eines zusätzlichen Ergänzungsunterrichts in den Wochen vor der Matura gezielt gefördert. Diese Unterstütz­ung gibt es auch heuer. Im aktuellen Schuljahr waren die Schüler – abgesehen von möglichen Quarantänemaßnahmen – durchgehend im Präsenzunterricht. Dadurch sehen wir sie sogar besser vorbereitet als die Maturanten im Vorjahr.“ Die schriftliche Maturanote setzt sich wie in den vergangenen zwei Jahren aus der Note im Abschlusszeugnis und der der Prüfung selbst zusammen. Steht jemand zwischen zwei Noten, wird die der Matura stärker gewichtet. Bei einem Ergebnis mit weniger als 30 Prozent kann allerdings auch die Beurteilung im Endzeugnis nichts mehr retten.