„Hatte früher Höhenangst“

Schritt für Schritt begeht Yannick Loerwald (31) aus Mäder seine Slackline und knackt bald die 23.000- Follower-Marke auf Instagram.

Was früher Angst in ihm ­auslöste, lässt heute sein Herz höher ­schlagen. Für Yannick Loerwald ist es das Slacklinen: „Früher ­hatte ich extreme Höhenangst. Am Anfang war es ein richtiger Kampf und es hat lange gedauert, bis mir die Höhe nichts mehr ausgemacht hat.“ Heute geht der 31-Jährige hoch hinaus und kann sich das Laufen auf dem langen Gurtband in mehreren hundert Metern Höhe kaum mehr wegdenken. „Mittlerweile ist es eine Form der ­Meditation und vollster Genuss für mich“, schwärmt der Abenteurer.

Wie alles begann

Vor ungefähr acht Jahren bauten Yannicks Eltern eine Slackline im Garten auf. Als seine Schwester kurzerhand auf dem schmalen Band freihändig laufen konnte, packte den jungen Mann der ­Ehrgeiz. „Das kann ich sicher auch“, beschreibt der 31-Jährige sein damaliges Bestreben, das Slacklinen zu erlernen. Seither, erzählt Yannick, ist die Leidenschaft für den Sport geblieben.

Motto: „Stay safe“

Mit genau dieser Leidenschaft und seinen Abenteuern aus der Höhe unterhält der 31-Jährige ­seine 22.400 Follower auf Instagram und TikTok. Dort postet Yannick Fotos und Videos vom Bouldern, Slacklinen, Tricklinen (Saltos auf der Slackline), von seinen Reisen ins Ausland als auch von „Blödsinn“ aus seinem Leben. Yannicks sichtliche Freude daran konnte schon den einen oder anderen überzeugen: „Ich habe schon viele dazu ­motiviert, Vollgas zu geben. Mittlerweile sind sie starke High- und Slackliner. Das freut mich fast mehr als meine eigenen Erfolge“, schwärmt der Profi stolz.

Doch während der Influencer einige von der Sportart überzeugen konnte, hegen andere noch Bedenken. „Viele glauben, dass das Highlinen lebensgefährlich ist, aber das ist nicht so! Wir sind immer doppelt und dreifach abgesichert, es kann also nichts passieren. Auch wenn es keiner glaubt: Das Gefährlichste bei uns ist nicht das Highlinen, sondern die Hinfahrt mit dem Auto.“

<p class="caption">Yannick Loerwald im Höhenrausch über dem Ländle. Fotos: Yannick Loerwald</p>

Yannick Loerwald im Höhenrausch über dem Ländle. Fotos: Yannick Loerwald

«Das Beste am Slacklinen ist die Ruhe, die man auf der „Line“ hat. Da gibt es nur dich und den Moment. Wenn das Ganze noch mit einer schönen ­Aussicht verbunden ist, dann ist der Traum perfekt.» Yannick Loerwald, 31 Jahre alt

Zur Person

Yannick Loerwald
Mäder, 31 Jahre alt

Beruf am Tag: Maler und Lackierer, Beruf in der Nacht: Schlafwandler

Follower auf Instagram: 22,4 Tsd.

@yaloslacklife

Vorteile des „Instagram-Lebens“

Durch Social-Media habe ich viele Slackliner auf der ganzen Welt kennen­gelernt, mit denen ich tolle Reisen erleben konnte. Ich war schon im Libanon, in Kanada, Albanien, Gran Canaria und vielen weiteren Orten am Highlinen. Ich traf dort auf Menschen, die mich mit offenen Armen empfangen haben.

Zu mir als Influencer

Ich sehe mich selbst nicht als Influencer, sondern teile nur gerne meine ­Abenteuer mit anderen Menschen. Daraus hat sich eine tolle ­Community­ ­ergeben.