Ein Mofa, Freunde und noch viel mehr

Nach zwei Monaten ist Fabian nun im Besitz eines fast neuen Mopeds – ein Überraschungsgeschenk der „Puchfreunde Kumma“. Fotos: handout/VoKi

Nach zwei Monaten ist Fabian nun im Besitz eines fast neuen Mopeds – ein Überraschungsgeschenk der „Puchfreunde Kumma“. Fotos: handout/VoKi

Fabian lebt in einer Wohngruppe der Paedakoop des Vorarlberger Kinderdorfs. Gemeinsam mit den „Puchfreunden Kumma“ brachte der 14-Jährige über einen Zeitraum von zwei Monaten ein altes Mofa auf Vordermann – und lernte dabei sehr viel.

Initiator der kleinen Perspektivengeber-Geschichte mit großer Wirkung war Andreas Hollenstein. Sein „Städele“ dient als Refugium für rund zehn Freunde – allesamt Puch-Fans und leidenschaftliche Hobby-Mechaniker. Die Idee: Fabian, der in einer Wohngruppe der Paedakoop des Vorarlberger Kinderdorfs lebt, sollte selbst ein altes Mofa instand setzen.Indem er über mehrere Wochen hinweg in dem zur Werkstatt umfunktionierten „Stadel“ an „seinem“ Mofa schrauben, drehen und montieren durfte, erfuhr er nicht nur, was es braucht, um ein Mofa zu reparieren. Durch den Kontakt auf Augenhöhe fühlte er sich zugehörig. Heute weiß er, wie Moped-Motoren und Vergaser funktionieren und erlebte, was Freundschaft und eine Gemeinschaft, die füreinander da ist, bedeuten.

„Können alle ,Role Models‘ sein“

„Oft braucht es gar nicht so viel, um Kindern und Jugendlichen Perspektiven zu schenken“, ist Simon Burtscher-Mathis, Geschäftsführer des Vorarlberger Kinderdorfs, überzeugt. „Wenn wir Erwachsene Kinder in unseren Lebensräumen teilhaben und mitarbeiten lassen, sind wir alle ,Role Models‘. So können Kinder und Jugendliche ganz selbstverständlich von unseren Erfahrungen, unserem Wissen und unseren Geschichten profitieren.“

<p>Burtscher-Mathis</p>

Burtscher-Mathis