„Nie entmutigen lassen“

Leon im Einsatz für das österreichische U17-Nationalteam beim Turnier in ­England. Fotos: Gordon Morrison, RHC Wolfurt

Leon im Einsatz für das österreichische U17-Nationalteam beim Turnier in ­England.
Fotos: Gordon Morrison, RHC Wolfurt

Leon Marik aus Wolfurt spielt seit acht Jahren Rollhockey. Der 16-jährige hat es sogar bis ins U17-National­team geschafft. Obwohl er, seiner Meinung nach, etwas zu spät mit dem Sport begonnen hat.

„Meine Entwicklung hat meine Familie, meine Freunde und meinen Trainer schon etwas überrascht“, erinnert sich Leon an seine Anfänge. „Es war in der Volksschule. Da ist der RHC Wolfurt gekommen um den Verein vorzustellen. Sie haben Ausrüstung mitgebracht und wir Schüler konnten den Sport einfach einmal ausprobieren“, erzählt der Lehrling. Er habe Gefallen daran gefunden und einfach einmal ein Probetraining besucht. Das sei allerdings nicht gerade optimal verlaufen: „Es hat mich alle zwei Meter hingehauen und war nicht einfach. Trotzdem habe ich mich nicht entmutigen lassen“. Nach und nach wäre das Spielerische dazugekommen, immer mehr Sicherheit habe sich eingestellt. „Nach etwa einem Jahr habe ich dann mein erstes Meister­­schaftsspiel bestritten.“ Leon betont aber auch: „Eigentlich wird in diesem Sport, der ja doch schwierig ist, empfohlen, noch jünger anzufangen als ich“. Mittlerweile trainiert er mit seinen Mannschaftskollegen dreimal die Woche, fühlt sich im Verein sehr wohl und kann auch schon auf Turniererfahrung zurückblicken.

Nationalmannschaft

Das bisherige Highlight in seiner Laufbahn sei ganz klar die Einberufung in das U17-Nationalteam Österreichs gewesen. „Eines Tages gab es eine Ausschreibung vom Verband. Daraufhin habe ich mich gemeldet und bin auf ein Probetraining eingeladen worden. Dort waren einige Ausscheidungsspiele, in denen immer wieder aussortiert wurde. Schlussendlich war ich bei den Besten dabei und bin in den Kader aufgenommen worden“, erzählt der Wolfurter. Es habe ihn sehr stolz gemacht, für Österreich zu spielen und Leon hofft natürlich auf weitere Nominierungen. „Dafür möchte ich weiter an mir arbeiten.“ Mit dem Nationalteam hat der angehende Tischler an einem Turnier in England teilgenommen. Gegen Nationen wie Deutschland und die Schweiz zu spielen, sei ein ganz besonderes Erlebnis für ihn und seine Mitspieler gewesen. Auf Vereinsebene sind der begeisterte Wanderer und seine Teamkollegen mit dem Vereinsbus regelmäßig in der ganzen Schweiz unterwegs.

Traineramt

Ein richtiges Idol im Rollhockey habe er nicht. Dafür bewundert Leon seinen Trainer und könnte sich durchaus vorstellen, selbst einmal diesen Posten zu übernehmen: „Mein Trainer kommt aus Spanien, eine der großen Hockey-Nationen. Er bringt uns unheimlich viel bei, hat sehr viel Erfahrung und ein hohes Niveau. Das wäre schon etwas für mich“. Bezüglich Job und Zukunft ist der junge Mann bodenständig aber auch zielstrebig veranlagt. „Auf jeden Fall möchte ich erst einmal meine Lehre abschließen und bei der Feuerwehr aktiv bleiben. Im Verein will ich mit Sicherheit irgendwann in der ersten Mannschaft spielen und dort Erfolge feiern. Und ein großer Traum von mir ist, einmal in die Karibik zu reisen“.

<p class="caption">Leon Marik beim Torjubel.</p>

Leon Marik beim Torjubel.

<p>Zur Person: Leon Marik</p><p>Alter: 16 JahreWohnort: WolfurtAusbildung: Tischlerlehre bei Böhler Fenster Hobbys: Rollhockey, Wandern, Radfahren, Mitglied bei der ­Ortsfeuerwehr Wolfurt, Zeit mit Freunden verbringen</p>

Zur Person: Leon Marik

Alter: 16 Jahre
Wohnort:
Wolfurt
Ausbildung: Tischlerlehre bei Böhler Fenster
Hobbys: Rollhockey, Wandern, Radfahren, Mitglied bei der ­Ortsfeuerwehr Wolfurt, Zeit mit Freunden verbringen