„Selbst ein Bild machen“

Sarina Grabher ist neunzehn Jahre alt. Die junge Frau ernährt sich seit fünf Jahren vegan und hat trotz ihrer Jugend eine Lebenseinstellung, die in ihrer Generation nicht alltäglich ist.

„Ich habe mich schon ganz jung mit Themen wie Gesellschaft, Umwelt, Tierrechten und Tierschutz auseinandergesetzt. Speziell aufgrund der Missstände in der Tierhaltung habe ich mich aus ökologisch-ethischen Gründen entschieden, mich vegan zu ernähren“, erklärt die Lustenauerin. Sie habe erkannt, welche gesundheitlichen Vorteile es hat, wenn man sich überwiegend pflanzlich ernährt. „Mir ist bewusst, dass diese Form der Nahrungsaufnahme sich im Alltag nicht immer umsetzen lässt. Nicht alle Menschen haben gleiche Voraussetzungen, haben nicht dieselben Privilegien. Ich finde es besser, wenn viele ein bisschen aufs Essen schauen, als einige wenige, die das zu ­hundert Prozent machen“, stellt die Maturantin fest. Nur so lasse sich in Zukunft ein gesamtheitlicher, globaler Erfolg erzielen. Auf die Frage, wie sich die Ernährungsumstellung auf sie persönlich ausgewirkt habe, antwortet sie: „Ich bin leistungsfähiger, aktiver, kenne kein Mittagstief mehr und bin mental stabiler“.

Gegen den Strom schwimmen

Die Jugend-Botschafterin hat schon Texte zu Themen wie Kinder­rechte und Plastikverschmutzung verfasst. Sarina sieht sich generell als kritischen Menschen, auch sich selbst gegenüber. „Ich kann meine eigenen Verhaltensweisen sehr gut hinterfragen und diskutiere gerne. So kann ich mir von einer Sache selbst ein Bild machen, ohne Vorurteile. Ich habe auch keine Angst, gegen den Strom zu schwimmen“.

«Ich habe mich schon ganz jung mit Themen wie Gesellschaft, Umwelt, Tierrechten und Tierschutz ­auseinandergesetzt. » Sarina, 19 Jahre alt

Zur Person

Sarina Grabher
19 Jahre alt, Lustenau

Maturantin HLT Bezau

Follower auf Instagram: 10,8 K

@plantisarina

Vorteile des „Instagram-Lebens“

Man kann, wenn man es richtigmacht, gerade auf junge Menschen einen ­positiven Impact haben. Es liegt auch am Konsumenten, wie das Gesehene umgesetzt wird. Ich könnte mir eventuell vorstellen, es beruflich zu machen. Kritisch sehe ich aber: Man ist abhängig von der Plattform Instagram.

Zu mir als Influencerin

Eine Influencerin bin ich eher nicht. Mein Schwerpunkt liegt auf dem ­Content, den ich online stelle. „To influence“ heißt, Leute beeinflussen. Sowohl auf ­negative als auch auf positive Art. Ich bin ein gewöhnlicher Mensch und ­möchte einen Weg aufzeigen, wie man gesünder und besser leben kann.