„Ich habe immer schon gezeichnet“

Shirin Maria Fink (19) träumt, von ihrer Kreativität leben zu können.

„Ich habe immer schon gezeichnet, sogar schon bevor ich laufen oder sprechen konnte“, erinnert sich Shirin Fink zurück. Die junge Wolfurterin hat letztes Jahr maturiert und steht jetzt vor der Entscheidung, ob sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen soll. Gerne würde sie als Illustratorin arbeiten, aber der Weg dorthin ist kein leichter: „Es fuchst mich, ein passendes Studium zu finden. Entweder kosten die Lehrgänge sehr viel Geld oder die Aufnahmebedingungen sind sehr hoch angesetzt.“

Bilder, die unter die Haut gehen

Die junge Künstlerin ist eine Perfektionistin, oder viel mehr leidet sie darunter. So fällt es Shirin schwer, etwas anderes als das, was zu verbessern wäre, in ihren Bildern zu sehen. Gleichzeitig erfreuen sich ihre Motive großer Beliebtheit. „Ich habe ein Tattoo für einen Bekannten designt. Dieser ging immer mit seinem mittlerweile verstorbenen Vater fischen und wollte ein Motiv, dass ihn daran erinnert. Von den vielen Designs würde er sich am liebsten alle stechen lassen“, schwärmt die Wolfurterin.

Letzte Woche traf sie sich mit dem Künstler Paul Mittler, um ihre Bewerbungsmappe für die Kunstakademie zu besprechen. Der Lochauer lobte ihre Arbeiten und hob die Bandbreite an Motiven hervor. Daher kann Shirin heute mit Gewissheit sagen: „Meinem
jüngeren Ich würde ich gerne ausrichten, nicht zu kritisch mit sich selbst zu sein.“