„Mit Juppen-Frauen geht das nicht“

Elena Schertler (17) aus Hittisau sucht ihren Weg als Künstlerin.

„Mein eigentliches Vorbild ist Pippi Langstrumpf. In einer Szene, die ich toll finde, malt sie ein Bild von ihrem Pferd an die Wand. Meine Eltern haben es aber nicht so gefeiert, als ich zu Hause auch einmal an die Wand gezeichnet habe“, gesteht Elena Schertler. Die 17-Jährige hat sich schon in der Hauptschule das Ziel gesetzt, Künstlerin zu werden. Damals nahm die Hittisauerin an einem Malkurs von Ulrike Kleber teil, bei dem sie sofort „angesteckt“ wurde.

Neue Motive

„Ich habe dann in Papas Werkstatt nach Müll gesucht und angefangen, mit wertlosen Sachen zu experimentieren“, erinnert sich Elena zurück. Durch diesen Prozess hat sie das Porträt-Malen für sich entdeckt und neue Motive erschlossen: „Ich wollte Generationenkonflikte, Politik und die Umweltkrise ansprechen. Mit Naturmotiven oder Juppen-Frauen geht das nicht gut.“

Zahlreiche Ausstellungen

Für die 17-Jährige steht fest, dass sie an einer Kunstschule studieren möchte. Doch da Elena erst in einem Jahr maturieren wird, hat sie noch etwas Zeit, um darüber nachzudenken, für welche Akademie sie sich bewerben wird. Ihrem Ziel ist die Hittisauerin trotzdem schon nahegekommen, denn in den letzten drei Jahren konnte man ihre Werke in zehn verschiedenen Ausstellungen bewundern.