3 Fragen an Dominic Götz, Abteilungsleiter Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik, AK Vorarlberg

Spüren Sie bereits eine gesteigerte Nachfrage zurTeilzeit?„Eine signifikante Steigerung in Zahlen nicht. Allerdings findet das Thema bereits jetzt immer wieder in Beratungen statt.“Welche Gründe sieht die AK Vorarlberg für die Wünsche nach Teilzeitarbeit?„Aus Studien wissen wir, dass sich der Stellenwert des Berufs verändert hat – Freizeit und private Beziehungen sind wichtiger als Arbeit und Beruf geworden. Klimakrise, schwindendes Vertrauen in den Staat und das Wirtschaftssystem sind wohl weitere Gründe. Freiwillig Teilzeit zu arbeiten ist ein Randphänomen und nur von einer privilegierten Position aus möglich, unterstreicht aber den Wunsch nach einer Arbeitszeitverkürzung für ein besseres Leben.“Kann es sich überhaupt ausgehen, wenn viele nur noch Teilzeit arbeiten?„Wir arbeiten heute um 70 Prozent produktiver als noch vor 35 Jahren, trotzdem ist unsere Normal-arbeitszeit seitdem um keine Minute gesunken. Europaweit ist Österreich bei den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden ganz vorne dabei. Eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung (inkl. Lohnausgleich) wäre längst überfällig und sozial und ökologisch gesehen sehr sinnvoll. In Vorarlberg sieht das anders aus: Teilzeit ist vor allem weiblich. Mehr als jede zweite hier beschäftigte Frau arbeitet so, vor allem in Gesundheits- und Sozialberufen sowie im Handel. Bei den Männern ist es nicht einmal jeder Zehnte. Zwei Drittel der Teilzeitbeschäftigten geben Betreuungs- oder Pflegeverpflichtungen als Grund dafür an, nur ein Viertel arbeitet ‚freiwillig‘ in Teilzeit.“

Spüren Sie bereits eine gesteigerte Nachfrage zur
Teilzeit?

„Eine signifikante Steigerung in Zahlen nicht. Allerdings findet das Thema bereits jetzt immer wieder in Beratungen statt.“

Welche Gründe sieht die AK Vorarlberg für die Wünsche nach Teilzeitarbeit?

„Aus Studien wissen wir, dass sich der Stellenwert des Berufs verändert hat – Freizeit und private Beziehungen sind wichtiger als Arbeit und Beruf geworden. Klimakrise, schwindendes Vertrauen in den Staat und das Wirtschaftssystem sind wohl weitere Gründe. Freiwillig Teilzeit zu arbeiten ist ein Randphänomen und nur von einer privilegierten Position aus möglich, unterstreicht aber den Wunsch nach einer Arbeitszeitverkürzung für ein besseres Leben.“

Kann es sich überhaupt ausgehen, wenn viele nur noch Teilzeit arbeiten?

„Wir arbeiten heute um 70 Prozent produktiver als noch vor 35 Jahren, trotzdem ist unsere Normal-
arbeitszeit seitdem um keine Minute gesunken. Europaweit ist Österreich bei den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden ganz vorne dabei. Eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung (inkl. Lohnausgleich) wäre längst überfällig und sozial und ökologisch gesehen sehr sinnvoll. In Vorarlberg sieht das anders aus: Teilzeit ist vor allem weiblich. Mehr als jede zweite hier beschäftigte Frau arbeitet so, vor allem in Gesundheits- und Sozialberufen sowie im Handel. Bei den Männern ist es nicht einmal jeder Zehnte. Zwei Drittel der Teilzeitbeschäftigten geben Betreuungs- oder Pflegeverpflichtungen als Grund dafür an, nur ein Viertel arbeitet ‚freiwillig‘ in Teilzeit.“