„Ohne Ziel keine Motivation“

Die fünfköpfige Rockband „Dreaming of Tomorrow“ will hoch hinaus. WANN & WO traf sich mit drei Mitgliedern zum Gespräch.

„Unsere früher Band hieß „Behind the Mask“, aber mit Corona klang das nicht mehr so gut“, scherzt Noa Waibel (21), Bassist von „Dreaming of Tomorrow“. Die 2021 gegründete Rockband hat in ihrer kurzen Geschichte schon zehn Konzerte gespielt und den Talente Wettbewerb im Conrad Sohm gewonnen. Auch wenn es den Mitgliedern vordergründig um die Freude am Spielen geht, wollen sie hoch hinaus. „Wir würden gerne auf dem Novarock oder dem Wacken Openair spielen“, hält Noa fest. Er möchte mehr vom Leben, als bloß zu arbeiten. Er möchte etwas schaffen, das weiterlebt. Jakob Defranceschi (18), der Schlagzeuger der Band, sieht es ähnlich: „Ohne Ziel hat man keine Motivation“.

Vom Traum, dass es besser wird

Die Suche nach dem Namen „Dreaming of Tomorrow“ sei eine lange gewesen. Zwar trägt einer ihrer Songs den gleichen Titel, dennoch bedeutet er für jedes Mitglied etwas anderes. „Viele Leute Beschwerden sich über Probleme, machen aber nichts dagegen oder suchen sogar die Schuld bei anderen. Es gibt aber diesen Traum, dass es besser wird“, schildert Jakob seine Interpretation. Mit der gleichen Offenheit versucht die Gruppe ihre Lieder zu gestalten. Daher wäre es falsch, ihren Stil einfach als Metal zu beschreiben. „Grundsatz ist, wir machen, worauf wir Lust haben. Wenn Punk besser zum Song passt, dann machen wir Punk. Wir schreiben so, wie es der Song braucht“, hält Noa fest. Zurzeit nimmt die Band ihre ersten Songs auf. Ziel ist es, jeden Monat ein neues Lied zu veröffentlichen. Durch den Abstand soll der Kontrast zwischen den Liedern hervorgehoben werden. Danach möchte die Gruppe Musikvideos drehen. „Da sind wir aber noch in der Konzeptphase“, erklärt Noa.

Hungrig nach mehr

Ihren letzten großen Auftritt hatte die Band auf der Newcomer Stage vom Szene Openair. „Es war sehr cool auf dem Festival zu spielen, aber leider war der Auftritt auch sehr kurz. Wir hatten nur Zeit für vier Songs“, erklärt Jonas Both (21), der Sänger der Band. Daher hofft „Dreaming of Tomorrow“, nächstes oder übernächstes Jahr ein Konzert in voller Länge auf dem Festival spielen zu dürfen. Trotz der kurzen Dauer sei es aber eine unglaublich motivierende Erfahrung gewesen, die weiterhin nachhallt. „Seit dem Auftritt sind einige auf uns gestoßen. Wir wurden sogar gefragt, ob wir ein Konzert in der Steiermark spielen wollen“, schwärmt Jakob. SV

<p class="caption">Jonas, Jakob, Noa und Julian bringen frischen Wind in alte Gemäuer. Foto: Noa Waibel</p>

Jonas, Jakob, Noa und Julian bringen frischen Wind in alte Gemäuer. Foto: Noa Waibel

<p class="caption">Julian und Noa wissen, wie man sich in Szene setzt. Foto: Jakob Defranceschi / Noa Waibel</p>

Julian und Noa wissen, wie man sich in Szene setzt. Foto: Jakob Defranceschi / Noa Waibel

Dreaming of Tomorrow

Gesang: Jonas, 21, Altach, Informatiker
Gitarre:
Tariel, 19, Alberschwende, Produktmanager
Gitarre: Julian, 26, Hohenems, Informatiker
Bass und Gesang: Noa, 21, Hohenems, Informatiker
Schlagzeug: Jakob, 18, Gaißau, InformatikerFoto: J. Defranceschi