„Wir sind alles Menschen“

Die 13-jährige Freya O‘Connor setzt sich für eine bessere Welt ein.

In den letzten zwei Jahren hat Freya an sehr vielen Programmpunkten von „jung&weise“ teil-genommen. Das „makingAchange-Training“ war eine starke Grundlage: Im Austausch mit den
WissenschafterInnen lernen sie mehr darüber, was Priorität auf der Welt haben sollte. Die Jugendlichen erfahren, weshalb Dinge so sind, wie sie sind. „Man fühlt sich als ein Teil von vielen. Das stärkt in der eigenen Meinung. Selbst wenn Freunde oder Eltern sagen, es ist nicht so bedeutsam: Man kann erklären, was wir darüber wissen und lernst andere Menschen kennen, die etwas verändern. Es interessiert einen dann mehr, es inspiriert auch, sich zu engagieren. Das ist voll cool“, sagt Freya. Sie hat sich etwa dafür engagiert, dass regional und saisonal eingekauft und gekocht wird. Die Ludescherin schaut jetzt viel mehr darauf, woher etwas kommt und was man tun kann, das der Umwelt hilft. „Wir haben auch Betriebe im Walgau kennengelernt, die an guten Lösungen arbeiten, ‚LehmTonErde‘ zum Beispiel.“

Was ist Freya wichtig?

Persönlich ist der 13-Jährigen ihre Familie sehr wichtig. Sie hat zwei Geschwister. Freya mag es, zu singen, Ukulele zu spielen, auch zu malen, selbst Schmuck herzustellen und überhaupt zu basteln. „Es gefällt mir, wenn ich etwas upcyceln kann, also wiederverwenden und sogar verbessern“, so Freya. Ihr Herz schlägt für Kunst und Kreativität. „Ich glaube, jeder möchte glücklich sein, ein gutes Leben haben. Dafür können wir gemeinsam etwas tun.“

Stellt man Dinge selbst her, geraten sie meist so, wie man es sich vorstellt, sagt sie. „Es ist auch viel besser, als wenn man etwas kauft: Man weiß, woraus es besteht und dass man es selbst gemacht hat. Deshalb schätzt man die Dinge viel mehr und schmeißt weniger weg.“

Was Freya für die Zukunft sehr wichtig ist: „Wir sollten lernen, uns als ErdenbürgerInnen zu sehen. Egal, welche Hautfarbe man hat, ob jemand Frau, Mann, trans oder non-binary ist – wir sind alle Menschen. Wir möchten alle ein gutes Leben führen.“ Da könne es nicht sein, dass man andere Menschen zum „Alien“ erklärt. Ausschlaggebend ist für Freya: „Wir sind alle Menschen. Ich möchte nicht, dass man Menschen nach ihrem Aussehen festlegt. Wir sind alle Menschen, es ist egal, was oder wer man ist. Es geht darum, ein Mensch zu sein, ein wirklicher Mensch“, so die 13-Jährige.

Es darf auch nicht darauf ankommen, aus welchen Ländern man kommt, wenn man geflüchtet ist. „Diese Unterschiede zu machen finde ich falsch“, bekräftigt Freya.

<p>Freya und FreundInnen bei einem Workshop.</p>

Freya und FreundInnen bei einem Workshop.

<p>Bei den Aktionen wird auch selbst Hand angelegt.</p>

Bei den Aktionen wird auch selbst Hand angelegt.

<p class="title">Zur Person: Freya O‘Connor</p><p class="title">Alter, Wohnort, Schule: 13 Jahre, Ludesch, Schule für globales Lernen/Montessorizentrum OberlandEngagement: „jung&weise“-Programm, Maßnahmen zum Klimaschutz, aktiv sein gegen Rassismus, „makingAchange“-ProgrammHobbys: Schwimmen, Malen, Singen & Ukulele spielen</p>

Zur Person: Freya O‘Connor

Alter, Wohnort, Schule: 13 Jahre, Ludesch, Schule für globales Lernen/Montessorizentrum Oberland
Engagement:
„jung&weise“-Programm, Maßnahmen zum Klimaschutz, aktiv sein gegen Rassismus, „makingAchange“-Programm
Hobbys: Schwimmen, Malen, Singen & Ukulele spielen

«Es gefällt mir, wenn ich etwas upcyceln kann, also wiederverwenden und sogar verbessern.» Freya, 13 Jahre alt