„Können es schaffen, wenn wir uns mehr bemühen“

Spielend Politische Bildung lernen: Das „World Peace Game“ ist eine politische Simulation, bei der SchülerInnen mit realistischen Szenarien konfrontiert werden und dafür Lösungen suchen müssen. Der Bludenzer Bürgermeister Simon Tschann zeigte sich von den Ideen der Kinder und Jugendlichen bereits begeistert. Foto: Netz der Kinder

Spielend Politische Bildung lernen: Das „World Peace Game“ ist eine politische Simulation, bei der SchülerInnen mit realistischen Szenarien konfrontiert werden und dafür Lösungen suchen müssen. Der Bludenzer Bürgermeister Simon Tschann zeigte sich von den Ideen der Kinder und Jugendlichen bereits begeistert. Foto: Netz der Kinder

Valentin Hänsler aus Ludesch hat sich im ­Rahmen des „World Peace Games“ Gedanken ­darüber gemacht, wie die politischen Spielregeln verändert werden ­können, um Lösungen für die Klima­krise zu finden.

„Die Klimakrise ist eigentlich eine Menschenkrise“, betont Valentin und fügt hinzu, „es geht darum, dass wir jungen Menschen auch noch eine Zukunft haben!“ Dem Elfjährigen ist es nach eigenen Worten „wichtig, dass es der Bevölkerung gut geht“. Aus diesem Grund hat er auch beim „World Peace Game“ mitgemacht. „Dort haben wir uns neue Regeln überlegt. Es wird ja nicht besser, wenn immer mehr CO2 produziert wird – im Gegenteil. Wenn man die Emissionen nicht einschränkt, wird die Welt unbewohnbar. Es macht mir keine Angst, denn ich denke, dass wir Menschen es schaffen können. Wir müssen uns aber mehr ­bemühen.“

Ideen dazu hat der Elfjährige ebenfalls bereits: „Weniger mit dem Auto, sondern mehr mit dem Rad fahren. Auch viele Einkäufe kann man locker mit dem Rad erledigen. Als Politiker würde ich zudem die Öffis verbessern. Von mir zu Hause nach Nenzing fährt jede halbe Stunde ein Bus. Den Takt würde ich verkürzen. Dafür könnte man auch kleinere Busse nutzen.“

„Niemanden ausschließen“

Für Valentin ist es wichtig, dass Menschen miteinander auskommen. „Zusammen spielen, niemanden ausschließen – das ist wichtig. Junge Leute sollten mitreden können, wenn es etwa um Abstimmungen geht. Beispiels­weise, wenn eine neue Schule gebaut wird. Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit in den Schulen und wissen, was es braucht, damit es ihnen gut geht.“ Abschließend ist sich Valentin sicher: „Junge Leute gehen eigentlich gut miteinander um. Ich glaube deshalb, dass man uns schon zutrauen kann, mitzureden.“ HK