„Junge Frauen besser verstehen“

Die 22-jährige Angele aus Guinea wünscht sich mehr gesellschaftliches Verständnis für Mädchen und junge Frauen. Fotos: plan:g

Die 22-jährige Angele aus Guinea wünscht sich mehr gesellschaftliches Verständnis für Mädchen und junge Frauen. Fotos: plan:g

Der Aktionstag macht darauf aufmerksam, dass Mädchen immer noch nicht dieselben Chancen haben wie Jungen: Sie sind häufiger von Gewalt und Diskriminierung betroffen, werden in ihrer Selbstbestimmung beschränkt und haben nicht dieselben Zugänge zu Bildung. Trotz aller Fortschritte beachtet die Welt die Herausforderungen, mit denen Mädchen konfrontiert sind, noch immer viel zu wenig. Gerade nach zweieinhalb Jahren Pandemie ist es nun aber wichtiger denn je, die Mädchen zu hören, ihre Expertisen anzuerkennen und ihre Perspektiven in politische Entscheidungsprozesse stärker einzubeziehen.

Stimmen junger Frauen

Im Rahmen des Projekts body rEVOL­ution! haben der Verein Amazone und plan:g Mädchen und junge Frauen aus verschiedenen Teilen der Welt gefragt: Wie kann unsere Welt für Mädchen besser werden? Die Antworten zeigen, dass sich Mädchen eine gerechte Welt wünschen, in der alle Menschen ihr Leben selbstbestimmt gestalten können – unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, sexueller Orientierung, Herkunft und religiöser Zugehörigkeit. Eine Welt ohne Diskriminierung, ohne Gewalt und ohne ­Umweltzerstörung.

„Ich wünsche mir eine Welt, in der ich durch meine Ausbildung ein Einkommen erwirtschaften kann, ohne von jemandem abhängig zu sein. Eines Tages möchte ich Mutter von am besten drei Kindern werden und sie in einer Welt aufziehen können, wo es keine plötzlich auftretenden Krankheiten gibt“, sagt dazu beispielsweise die 22-jährige Salama aus Tansania anlässlich des bereits zehnten Weltmädchentages. Und Angele, 22 aus Guinea (großes Bild), fügt hinzu: „Die Welt kann für uns junge Menschen besser werden, indem sie uns beibringt, etwas mit uns selbst zu tun. Ich wünsche mir ein gesellschaftliches Bewusstsein auf allen Ebenen, um uns junge Frauen besser zu ­verstehen.“

body rEVOLution!

Im Projekt body rEVOLution!, das der Verein Amazone gemeinsam mit plan:g durchführt, setzen sich sowohl Jugendliche als auch Erwachsene mit globalen Dimensionen von Körperbildern ­auseinander. Dabei wird sichtbar, dass das Thema Körper mehr umfasst als eine individuelle Ebene. Das Projekt arbeitet heraus, wie Idealbilder Gesellschaften prägen und in Zusammenhang mit Macht- und Herrschaftsverhältnissen ­stehen. Klar ist: Von einer Welt, in der jede und jeder so leben kann, wie er oder sie möchte, sind wir noch weit entfernt.

<p>Salama</p>

Salama