Leben und lieben im fernen Afrika

Bei einem Safari-Kurs lernte Daniel Martin (29) aus ­Frastanz die Südafrikanerin Gwen kennen. Heute lebt das Paar auf einer Avocado-Farm in Gwens Heimat und verkauft handgefertigte Möbel aus Malawi.

Schon als Kind war Daniel von der Natur und Tierwelt des afrikanischen Kontinents fasziniert. Sein Traum: Safari-Guide zu werden und mit den „Big Five“ auf Tuchfühlung zu gehen. Vor sechs Jahren machte er sich schließlich auf nach Südafrika, um sich diesen lange gehegten Traum zu erfüllen. Was er damals allerdings noch nicht ahnte: Diese Reise würde sein Leben von Grund auf verändern.

Im Safari-Kurs verliebt

Denn mitten im Nirgendwo nahe des Kruger National Parks lernte der heute 29-jährige Frastanzer die Südafrikanerin Gwen kennen. „Wir haben den selben Kurs besucht und uns verliebt. Wir lebten gemeinsam im Busch, lernten viel über die Tiere und die Natur und schliefen im Zelt, während draußen Elefanten vorbeimarschierten und Löwen durch das Gebüsch schlichen. Es war das beste Jahr unseres Lebens“, ist sich das junge Paar einig.

Von Südafrika nach Österreich …

Nachdem sie einige Monate zusammen Gwens Heimat erkundet hatten, wollte die heute 34-Jährige auch Daniels Heimatland kennenlernen. „Wir sind dann gemeinsam nach Österreich geflogen. Ich habe in Innsbruck Biologie studiert und Gwen fand einen Job als Sprachlehrerin.“ Gwen verliebte sich in die Alpenrepublik – doch für beide stand fest: Ihre Zukunft liegt in Südafrika. „Daniel wollte immer zurück nach Afrika“, erzählt die Südafrikanerin mit holländischen und britischen Wurzeln. Und so packten sie eines Tages erneut ihre Sieben­sachen und kehrten zurück in Gwens Ursprungsland.

… und wieder zurück

Nun leben Daniel und Gwen rund eineinhalb Stunden vom Kruger National Park entfernt auf einer Avocado-Farm, die sich in zweiter Generation im Besitz von Gwens Familie befindet. Und das Paar hat hier alle Hände voll zu tun, wie Daniel verrät: „Nach unserer Rückkehr wollten wir ein Safari-Unternehmen gründen. Aufgrund von Covid hat das aber leider nicht funktioniert. Also mussten wir uns etwas anderes überlegen, um unser Leben hier zu finanzieren. Neben der Bewirtschaftung der Avocado-Farm verkaufen wir nun unter dem Namen „Mountain Weaver“ (Infos: Facebook/Mountain Weaver sowie Instagram @mountainweaverss) nachhaltige Flechtmöbel und -lampen, die ein guter Freund von uns in Malawi, einem sehr armen afrikanischen Land, per Hand fertigt. Wir arbeiten zudem daran, die Produkte nach Europa und somit auch nach Österreich zu bringen. Ich hoffe, dass uns das gelingt, denn wir würden die Malawis sehr gerne unterstützen. Sie sind wunderbare Handwerker und was sie herstellen, ist wirklich unglaublich.“

Traumhochzeit im Paradies

Im vergangenen Jahr wagten die beiden zudem einen weiteren großen Schritt in ihrem gemeinsamen Leben: Im Beisein von Familie und Freunden gaben sich Daniel und Gwen das Jawort. „Es war ein ganz spezieller Tag“, erinnert sich Gwen mit einem Leuchten in den Augen und fügt hinzu: „Meine Brüder haben mich zum Altar geführt und eine meiner besten Freundinnen hat uns getraut. Es war wunderschön.“

Und was bringt die weitere Zukunft für die beiden frisch Vermählten? Neben dem Ausbau ihres Möbelgeschäfts haben Daniel und Gwen ihre ursprüngliche Idee, ein Safari-Unternehmen zu gründen, noch nicht aufgegeben. Denn die Liebe zur Tierwelt Afrikas ist ungebrochen. Und wer weiß, vielleicht erkunden sie ja künftig zu dritt die atemberaubende Natur Südafrikas.

<p class="caption">Das eigene Haus auf der Farm dient auch als „Einrichtungs-Showroom“.</p>

Das eigene Haus auf der Farm dient auch als „Einrichtungs-Showroom“.

<p class="caption">Verliebt, verlobt, verheiratet: Vor sechs Jahren lernten sich Daniel und Gwen bei einem Safari-Guide-Kurs in Südafrika kennen. Im vergangenen Jahr gab sich das Paar das Jawort.</p>

Verliebt, verlobt, verheiratet: Vor sechs Jahren lernten sich Daniel und Gwen bei einem Safari-Guide-Kurs in Südafrika kennen. Im vergangenen Jahr gab sich das Paar das Jawort.