Vulva, Vagina oder Vulvina?

Wie heißt das den nun richtig? Das müssen wir definitiv gleich zu Anfang klären: Die weiblichen Genitalien sind von verschiedenen Begriffen umgeben – hier kann es schnell zu Verwirrung kommen. Doch keine Angst, die Unterschiede sind schnell erklärt!

Alles, was beim weiblichen Geschlecht außen ist, ist die Vulva. Damit sind die inneren und äußeren Venuslippen (wir sagen nicht mehr Schamlippen, weil wir uns dafür nicht schämen), die Klitoris Perle (mit oder ohne Häubchen) sowie der Harnröhrenausgang gemeint. Die Vagina beginnt am Eingang, hinter dem Kranz des Jungfernhäutchens. Manche kommen ohne, andere mit diesem Häutchen auf die Welt und es sieht auch immer anders aus – damit ist es ganz sicher kein Beweis für Jungfräulichkeit. Wir haben, was Genitalien angeht, ein ganz klares Repräsentationsproblem. Die Darstellungen in den Medien sind nicht vielfältig genug und lösen bei vielen Menschen die Sorge aus, untenrum „nicht normal“ oder „nicht schön“ zu sein. Das muss aufhören! Vulven sind so vielfältig und verschieden wie Fingerabdrücke – jeder Mensch hat ein ganz individuelles, liebenswertes und einzigartiges Geschlecht. Leider haben sich laut Studien etwa nur ein Viertel der Menschen mit Vulven ihre Genitalien richtig angesehen. Das ist auch nicht so leicht wie beim Penis, doch es lohnt sich. Denn Vertrautheit mit den eigenen Genetalien ist erwiesenermaßen sehr positiv für das Sexualleben: Man hat erfüllenderen Sex, zeigt sich lieber und hat mehr Orgasmen! Es gibt also gute Gründe, sich in Ruhe mit einem Spiegel hinzusetzen und sich mit der eigenen Anatomie vertraut zu machen.