„Schön und nachhaltig“

BayWa-Vorarlberg-Geschäftsführer Martin Koenig (li.) und Dachbegrünungs-Spezialist Timo Svetina.

BayWa-Vorarlberg-Geschäftsführer Martin Koenig (li.) und Dachbegrünungs-Spezialist Timo Svetina.

WANN & WO sprach mit BayWa-Vorarlberg-Geschäftsführer Martin Koenig über die Vorzüge einer Dachbegrünung.

Dachbegrünungen werden immer gefragter, sowohl gewerblich, als auch bei Gemeinden und privaten Anwendern. Der Informationsstand dazu ist aber noch eher dürftig?

Das Wissen ist tatsächlich noch sehr spärlich gesät. Es ranken sich auch viele Mythen um das Thema. Deshalb haben wir vor Kurzem zwei Informationsveranstaltungen für Gemeinden und Gewerbe­kunden organisiert. Nun wollen wir das Thema auch den privaten ­„Hüslebauern“ näherbringen.

Wo sehen Sie die größten ­Vorteile von Gründächern?

Gründächer sind ein gutes Speichermedium für Wasser und sorgen gleichzeitig für Kühlung. Gerade in einem Sommer wie dem vergangenen. Das ist auch ein Argument der Kommunen: Sie beklagen, dass sie die Hitze nicht aus dem Ort bekommen. Und alles, was begrünt wird, hilft, die Temperaturen um zwei, drei Grad zu senken. Ein weiterer Vorteil: Dachbegrünungen tragen dazu bei, der Bodenknappheit im Land entgegenzuwirken, indem man tote Flächen mit einem Garten wiederbelebt. Letzteres führt auch dazu, dass man neue Lebensräume erschließt – den „Lebensraum Dach“.

Können Sie dazu ein ­konkretes Beispiel nennen?

Am Wifi Campus in Dornbirn wurde durch unser Mitwirken eine Dachfläche im Innenhof begrünt. Von den Schulungsräumen genießt man in Zukunft den Blick auf den neuen Lebensraum mit mehr Biodiversität in Form von kleinen Teichen und Totholzzonen. Es braucht vielleicht noch etwas Zeit, bis das Thema richtig in den Köpfen angekommen ist. Wie das Beispiel Wifi zeigt, sind Dachbegrünungen aber wirklich eine schöne und nachhaltige Sache.  HK